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Wie es ein Schalke-Fan zum Derby beim BVB schaffte

Ein Schalke-Fan schaffte es ins Stadion beim Revierderby in Dortmund.

Ein Schalke-Fan schaffte es ins Stadion beim Revierderby in Dortmund.

Foto: firo

Essen.   Der FC Schalke 04 war beim 0:3 beim BVB chancenlos. Ein einzelner S04-Fan sah die Derby-Pleite live im Dortmunder Stadion. Und das kam so.

Normalerweise wäre das Derby zwischen Borussia Dortmund und dem FC Schalke 04 restlos ausverkauft gewesen. In Zeiten der Corona-Pandemie durften am Samstagabend nur 300 Fans ins Stadion. Die sahen einen überzeugenden und dominanten Auftritt der Borussia, die mit 3:0 (0:0) siegte. Nach einer torlosen ersten Halbzeit, in der Dortmund auf das Schalker Tor drückte, besorgten Manuel Akanji (55.), Erling Haaland (60.) sowie Mats Hummels (77.) die Treffer für den Gastgeber. Doch nicht alle anwesenden Fans dürften in Feierlaune gewesen sein.

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Denn ein königsblauer Anhänger hatte es ins Stadion geschafft. Bei "Sky" verriet der Fan, der das Netz begeistert hatte, wie er an die Karte gekommen ist. Sein Freund, der Mitglied beim BVB sei, habe ihn gefragt, ob er nicht mitkommen wolle. Er wollte. "Mir war eigentlich nur wichtig, dass die Mannschaft mich erkennt", erklärte der Supporter, der zunächst mit königsblauem Trikot auf der Tribüne saß, später allerdings eine Jacke drüberzog. "Ich bin dann runter Richtung Spielfeldrand, dort wurde ich natürlich wieder auf meinen Platz geschickt. Aber ich glaube, die Jungs haben mich gesehen. Ich dachte, vielleicht kann man die damit ein bisschen anpeitschen."

Drittes Derby ohne eigenen Treffer

Das brachte nicht viel. Schalke sah beim Nachbarn kein Land. Es war das dritte Revierderby in Folge ohne eigenen Torerfolg. Auch weitere Statistiken sprechen eine deutliche Sprache. Schalke brachte 188 Pässe an den Mann - der BVB 724. Zudem hatten die Hausherren von Trainer Lucien Favre eine Ballbesitzquote von 75 Prozent. Zahlen, die die drückende Überlegenheit der Schwarz-Gelben belegen. Weiter geht es für Königsblau am Freitag gegen den VfB Stuttgart. Eine Möglichkeit, den ersten Bundesliga-Sieg der Saison einzufahren. Und damit den einsamen Schalke-Fan glücklich zu machen.

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