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Was Schalke 04 für Goncalo Paciencia bezahlen muss

Jubelt er bald für Schalke: Goncalo Pacencia (r.) steht noch bei Eintracht Frankfurt unter Vertrag.

Jubelt er bald für Schalke: Goncalo Pacencia (r.) steht noch bei Eintracht Frankfurt unter Vertrag.

Foto: dpa

Gelsenkirchen.  Schalke hat Goncalo Paciencia von Eintracht Frankfurt verpflichtet. Er ist nach Mark Uth und Vedad Ibisevic der dritte Neue für den Angriff.

Geht jetzt alles ganz schnell? Das war die Frage am Morgen. Goncalo Paciencia, Sturm-Kandidat beim Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04, hat an diesem Dienstagmorgen schon nicht mehr bei seinem aktuellen Verein Eintracht Frankfurt trainiert. Der Portugiese wurde für Verhandlungen freigestellt. Am Nachmittag kam dann die Bestätigung. Schalke hat den Portugiesen verpflichtet.

Die Schalker waren auf Stürmersuche. In der Rückrunde der vergangenen Saison hatten sie nur neun Tore erzielt, zwei davon beim einzigen Sieg gegen Borussia Mönchengladbach (2:0). Danach blieb Schalke 16-mal sieglos, erzielte dabei nur sieben Treffer. Nun erhoffen sie sich allein von Paciencia eine zweistellige Zahl. So genau sagte Sportvorstand Jochen Schneider das natürlich nicht: „Wir sind sehr glücklich darüber, dass wir den Wechsel von Goncalo Paciencia realisieren konnten. Es ist die Kombination aus Körperlichkeit und Technik, die sein Spiel auszeichnet. Vor allem wird uns Goncalo im letzten Drittel noch torgefährlicher und unberechenbarer machen.“

Der Deal: Schalke verpflichtet Paciencia erst einmal für ein Jahr auf Leihbasis. Er kostet nach Informationen dieser Redaktion rund eine Million Euro Leihgebühr. Zudem enthält der Vertrag eine Kaufoption, die rund 8,5 Millionen Euro beträgt. Zahlen, die aus Portugal übermittelt werden, sind zu hoch. Paciencia erhält die Rückennummer 18. „Ich kann es kaum erwarten, endlich auf dem Platz loszulegen. Die Gespräche mit Jochen Schneider und David Wagner waren super, beide haben mich total vom Schalker Weg überzeugt", sagte Paciencia.

Schalke: Uth, Paciencia, Ibisevic - drei neue Stürmer

Zwei Stürmer sind bereits neu: Vom 1. FC Köln kehrte der zuvor ausgeliehene Mark Uth zurück. Uth überzeugte in der Vorbereitung als fleißiger, abschlusstarker Stürmer. Er ist in der Startelf gesetzt, wenn Schalke am Freitag (20.30 Uhr, ZDF und Sky) zum Liga-Auftakt beim Triple-Sieger FC Bayern München antreten. Der zweite Sturm-Zugang wird überwiegend auf der Bank sitzen: Der 36-jährige Routinier Vedad Ibisevic, ablösefrei von Hertha BSC gekommen, soll bei einem Rückstand neue Impulse geben und mannschaftsintern eine große Stütze sein. Ibisevic traf in 14 Bundesliga-Jahren stets zuverlässig.

Doch bei diesen beiden Stürmern blieb es nicht. Lange war Sebastian Andersson (1. FC Union Berlin) der Wunschkandidat, doch Schalke hat nicht genug Geld. Andersson wechselt nun wahrscheinlich nach Köln. Jetzt kam also Paciencia. Der spielte seit Juli 2018 für die Eintracht und erzielte seitdem 15 Tore in 61 Pflichtspielen. Zudem entwickelte er sich zum portugiesischen Nationalspieler.

Meist war er aber nur zweite Wahl - zunächst hinter Ante Rebic und Luka Jovic, aktuell hinter Bas Dost und André Silva. Deshalb suchte er eine Alternative, um weiter eine Chance auf die EM-Teilnahme zu haben. Zu Eintracht Frankfurts Sportchef Fredi Bobic hat Jochen Schneider einen sehr guten Draht: Beide arbeiteten beim VfB Stuttgart ganz lange erfolgreich zusammen.

Schalke: Burgstaller steht auf der Verkaufsliste

Drei neue Stürmer - was wird jetzt dann aus den Angreifern, die noch da sind? Für Guido Burgstaller, Steven Skrzybski, Benito Raman und Rabbi Matondo brechen ganz harte Zeiten an. Gerade Burgstaller hat keine Lobby mehr bei den Schalke-Bossen. Skrzybski war bereits in der vergangenen Rückrunde verliehen (an Fortuna Düsseldorf). Raman wirkte in der Rückrunde häufig lustlos, was auf Schalke nicht jedem gefallen hat. Und bei Matondo warten die Königsblauen auf eine Weiterentwicklung.

Wer nun geht? Das ist offen. Klar ist: Bis zum Ende der Transferperiode am 5. Oktober könnte sich noch eine Menge ereignen bei auf Schalke.

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