Schalke

U23: Trotz des Aufstiegs wird sich Schalkes Kader verändern

Foto: Tillmann

Gelsenkirchen  Mike Jordan kommt in der Regionalliga von RWO nach Schalke, Kapitän Christian Eggert bleibt. U23-Trainer Fröhling erklärt die Veränderungen.

Cheftrainer Torsten Fröhling hat die Schalker U23 von der Oberliga zurück in die Regionalliga geführt. Im Interview erklärt er, warum und wie sich der Kader verändern wird und was für ein Unterschied in der Spielklasse zu erwarten ist.

Wie groß ist der Sprung für einen Spieler von der Oberliga in die Regionalliga?

Torsten Fröhling: Der Sprung ist schon riesengroß. Wir haben ja zuletzt schon einige Testspiele gegen Regionalligisten absolviert. Unter anderem in der Winterpause gegen den SC Wiedenbrück. Wir sind mit 1:5 untergegangen. Aber auch dieses Spiel war enorm wichtig für die Ausbildung und die Entwicklung meiner Spieler. Wir haben festgestellt, dass wir nur dann mithalten können, wenn wir mit großer Hingabe spielen und jeder Spieler seine Leistung abruft. Wenig später haben wir dann gegen die SG Wattenscheid 09 2:2 gespielt. Eines steht doch fest: Richtig gut kicken können die Jungs alle. Die hohe Kunst ist, sein Können in den Spielen auf den Platz zu bringen.

Inwieweit wird sich die Mannschaft personell verändern?

Fröhling: Einige Spieler, die älter als 23 Jahre sind, werden uns natürlich verlassen, sie werden einen anderen Weg gehen. Natürlich werden wir aber auch erfahrene Spieler behalten. Christian Eggert ist zwar schon 33 Jahre alt, aber er ist der Kapitän, der die Mannschaft vom ersten Trainingstag an geführt hat. Er ist ein Qualitätsspieler, der bei allen Mitspielern sehr anerkannt ist. Auch Vize-Kapitän Philip Fontein wird bei uns bleiben. Aber es werden auch viele neue Spieler dazukommen. Einer von ihnen ist Mike Jordan, der von Rot-Weiß Oberhausen nach Schalke wechseln wird.

Mit wievielen Spielern planen Sie, die altersmäßig aus der U19 ausscheiden?

Fröhling: Das ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht genau zu sagen. Die Spieler müssen erstmal wissen, was sie wollen. Sie müssen dazu bereit sein, in der U23 weiter ausgebildet werden zu wollen. Ihnen, aber teilweise auch den Beratern und Eltern, muss der Stellenwert unserer Mannschaft klar sein. Auf eines habe ich nämlich keine Lust: Ich möchte nicht bis August warten und dann einen Spieler nur deshalb bei uns aufnehmen, weil er sich mit keinem anderen Verein einigen konnte. Das ist nicht Sinn der Sache.

Kein Bundesligist ist in dieser Saison mit seiner Reserve in der 3. Liga aktiv. Wäre ein weiterer Aufstieg möglich?

Fröhling: Wenn der Verein das plant, können wir darüber reden (lacht). Nein, wir möchten uns nach dem Aufstieg in der Regionalliga etablieren. Ich wiederhole mich da gerne: Die Regionalliga ist als Plattform für junge Spieler optimal. Wir wollen die Emotionen aus dieser Saison mitnehmen und in der nächsten eine gute Rolle spielen. Was bringt es einer Ausbildungsmannschaft wie unserer, sieben Stunden mit dem Bus nach Rostock zu fahren und gegebenenfalls um den Klassenerhalt kämpfen zu müssen?

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