Hallenfußball

Traditionsmasters: RWE triumphiert bei der 15. Auflage

RWE-Stürmer Kamil Bednarski bejubelt den Titelgewinn beim Traditionsmasters.

RWE-Stürmer Kamil Bednarski bejubelt den Titelgewinn beim Traditionsmasters.

Foto: Thorsten Tillmann / ffs

Mülheim.  Zahlreiche prominente NRW-Teams nahmen am Sonntag am Traditionsmasters in Mülheim teil. Das beliebte Turnier hat Rot-Weiss Essen gewonnen.

Erwin Koen schüttelte fassungslos mit dem Kopf. Soeben hatte der Stürmer der Traditionsmannschaft von Rot-Weiss Essen mit den anwesenden Zuschauern in der ausverkaufen innogy-Sporthalle (2.500 Zuschauer) den Titelgewinn beim NRW-Traditionsmasters gefeiert. Sprechchöre, La-Ola-Welle, Jubelschreie - die Freude über den Titelgewinn hielt auch in den folgenden Minuten noch Einzug. Zuvor hatten sich die Essener hochverdient mit 2:0 im Endspiel gegen die Lokalmatadoren aus Mülheim durchgesetzt.

RWO setzt Ausrufezeichen - Bochum scheidet aus

Das Turnier wurde mit der Neuauflage des Finals aus dem Vorjahr eröffnet. Im Duell zwischen Rot-Weiß Oberhausen und dem VfL Bochum zeigte der Titelverteidiger sofort, warum er das Traditionsmasters zweimal in Folge gewinnen konnte. Mit dem 6:3 setzte RWO ein großes Ausrufezeichen. Denn mit Spielern viel Marcel Maltritz oder auch Dariusz Wosz war die Traditionsmannschaft der Bochumer auf dem Papier bestens besetzt. Das Team des Zweitligisten schied später enttäuschend nach der Vorrunde aus dem Wettbewerb aus. VfL-Legende Maltritz: „Wir sind überhaupt nicht gut ins Turnier gekommen, hatten noch schwere Beine, weil wir am Vortag auch noch gespielt haben.“

Besser ging es dagegen für die Kleeblätter in der Vorrunde weiter. Nach drei Spielen zog Rot-Weiß mit sieben Punkten und 13 erzielten Toren als Gruppensieger ins Halbfinale ein. Schalke 04 sicherte sich mit einem wilden 4:4 gegen besagte Oberhausener das zweite Endrunden-Ticket der Gruppe A.

Essen wird ohne Punktverlust Gruppensieger

Gleiche Farben, gleiche Platzierung: Rot-Weiss Essen dominierte seine Gegner in der Vorrunde nach Belieben. Ohne Punktverlust und mit lediglich einem Gegentor zogen die Essener mehr als souverän ins Halbfinale ein. Doch nicht nur das: Der Holländer Erwin Koen erzielte mit einem wunderschönen Kunstschuss von der rechten Strafraumecke das Tor des Turniers.

Als letzter Halbfinalist konnten sich die Lokalmatadoren rund um Willi Landgraf – die Mülheim Allstars – qualifizieren. Während der Gruppenphase avancierten die Allstars zu einer Art Geheimfavorit. Mit vielen noch aktiven Spielern konnten die Mülheimer mit guter Kondition und Spielintelligenz glänzen.

Mülheim schockt RWO - Essen schlägt Schalke

Das erste Halbfinale zwischen den Allstars und Titelverteidiger Oberhausen bot den Zuschauern in lange Zeit keine Highlights. Doch das änderte sich in der Schlussphase: Binnen zwei Minuten fielen drei Treffer - und Mülheim schaltete Oberhausen, die mit Profi-Trainer Mike Terranova an den Start gingen, 30 Sekunden vor der Schlusssirene mit dem Siegtreffer aus. Die erste dicke Überraschung des diesjährigen NRW-Traditionsmasters.

In einem hochdramatischen zweiten Halbfinale zog am Ende Rot-Weiss Essen gegen Schalke 04 mit 6:5 nach Neunmeterschießen ins Finale ein. Auch in diesem Spiel überschlugen sich die Ereignisse kurz vor Schluss: RWE ging eine Minute vor dem Ende in Führung und wähnte sich als sicherer Sieger, aber die Schalker glichen doch noch einmal durch einen Knaller von Christian Mikolajczak aus. Im Anschluss ging auch das Neunmeterschießen in die Verlängerung, wo RWE letztlich hauchdünn gewinnen konnte.

RWE krönt sich verdient zum Sieger

So bekamen die Zuschauer in Mülheim ihr Traumfinale zwischen den Mülheim Allstars und Rot-Weiss Essen. Das Derby entschieden die Rot-Weissen letztlich hochverdient mit 2:0 für sich. Die Essener durchbrachen damit die Siegesserie der Oberhausener Traditionsmannschaft, die in den vergangenen beiden Jahren jeweils den Pott mit nach Hause nehmen konnten.

Den Stream zum Traditionsmasters gibt es hier:

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