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So denkt Schalke-Boss Tönnies über Heidels Transferpolitik

Jetzt geht der Blick wieder nach oben: Schalke-Manager Christian Heidel und Aufsichtsrats-Chef Clemens Tönnies.

Foto: firo

Jetzt geht der Blick wieder nach oben: Schalke-Manager Christian Heidel und Aufsichtsrats-Chef Clemens Tönnies.

Gelsenkirchen.  Der Schalke-Boss ist mit der Einkaufspolitik von Heidel zufrieden. Zum richtigen Zeitpunkt sei der Vizemeister aber bereit, viel zu investieren.

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Es ist ja nicht so, als sei der FC Schalke 04 auf dem Transfermarkt noch nicht aktiv gewesen. Vier Spieler hat der Deutsche Vizemeister bereits für die kommende Saison verpflichtet, in der die Rückkehr in die Champions League und die Absicherung des erneuten Startrechts im internationalen Geschäft als Herausforderung auf die Mannschaft von Trainer Domenico Tedesco warten.

Geht es nach Schalkes Aufsichtsrats-Chef Clemens Tönnies, wird es jedoch nicht mehr zu dem großen, spektakulären Transfer kommen: „Ich glaube nicht, dass wir mit einem Kracher gleich alle Ziele erreichen könnten“, sagt Tönnies dem Kicker, „ich glaube, wir tun besser daran, diese Mannschaft, die wir gut und klug verstärkt haben, weiterzuentwickeln.“

Schalke hat bereits vier Spieler unter Vertrag genommen

Für die Saison 2018/2019 haben die Gelsenkirchener bereits vier Spieler unter Vertrag genommen und für sie zusammen weniger Geld ausgegeben als im vergangenen Sommer für Breel Embolo (der Schweizer hat zuzüglich möglicher Boni 22,5 Millionen Euro gekostet).

Den königsblauen Angriff sollen Mark Uth (ablösefrei von der TSG Hoffenheim) und Steven Skrzybski (der Torjäger von Zweitligist Union Berlin kostet 3,2 Millionen Euro) verstärken, der Mainzer Suat Serdar (11 Millionen Euro) das Mittelfeld und der Hannoveraner Salif Sané (7 Millionen Euro) die Verteidigung. Für einen gestandenen Spieler im zentralen Mittelfeld würde Schalke noch einen niedrigen zweistelligen Millionenbetrag ausgeben, nicht aber das Maß auf dem überhitzten Transfermarkt verlieren.

Gleichwohl stünden in Zukunft für Transfers größere Summen zur Verfügung, die aus der Qualifikation für die Königsklasse (Finanzvorstand Peter Peters rechnet hier mit Mehreinnahmen in Höhe von 50 Millionen Euro) und erhöhten Marketing-Erlöse (beziffert von Marketingvorstand Alexander Jobst auf 96 Millionen Euro) stammen. In beide Hände Geld zu nehmen und einen sündhaft teuren Spieler zu verpflichten, kommt für Tönnies derzeit aber nicht infrage. Auf Schalke, das Verbindlichkeiten abbaue sowie viel Geld in den Ausbau und die Modernisierung des Vereinsgeländes stecke, werde man trotz der hohen Ansprüche nicht verrücktspielen: „Wann wir den ganz tiefen Griff in die Schatulle wagen, ist derzeit unerheblich. Wir werden es dann tun, wenn wir es müssen.“ (ab)

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