Schalke

So erklärt Schalke-Chef Buchta den Besuch von Tönnies

Clemens Tönnies (oben links) im Kreis der Schalker. Nachfolger Jens Buchta (vordere Reihe, Dritter von links) nimmt keine  Anstoß daran.

Clemens Tönnies (oben links) im Kreis der Schalker. Nachfolger Jens Buchta (vordere Reihe, Dritter von links) nimmt keine Anstoß daran.

Foto: Sebastian El-Saqqa / Sebastian El-Saqqa / firo Sportphoto

Gelsenkirchen/ München.  Schalkes Aufsichtsrats-Chef Jens Buchta relativiert den Tönnies-Besuch beim Bayern-Spiel: „Er ist nicht Teil der Schalker Delegation gewesen.“

Schalkes Aufsichtsrats-Vorsitzender Jens Buchta (57) hat am Sonntag im Gespräch mit der WAZ den Besuch seines Amtsvorgängers Clemens Tönnies (64) beim Bundesliga-Eröffnungsspiel in München erklärt und verteidigt. „Clemens Tönnies ist nicht Teil der Schalker Delegation gewesen“, betonte Buchta. Diese Feststellung ist wichtig, weil Schalke-Fans daran Anstoß genommen hatten, dass Tönnies während der Pleite bei den Bayern (0:8) inmitten der Schalker Funktionäre saß.

Tönnies war auch beim gemeinsamen Essen – als Gast

Clemens Tönnies, der im Juni als Schalke-Boss zurückgetreten war, war auf Einladung des FC Bayern in München: Ihn verbindet seit vielen Jahren eine Freundschaft insbesondere mit Uli Hoeneß. Die beiden Fleisch-Unternehmer stützten sich in ihren jeweils größten persönlichen Krisen gegenseitig. Zum Spiel in München war Tönnies als Gast eingeladen und nahm als solcher auch am gemeinsamen Abendessen vor dem Spiel teil. Dass er während des Spiels seinen Sitzplatz direkt neben den Schalker Funktionären hatte, ist für seinen Nachfolger eine Frage des Stils und des gemeinsamen Umgangs nach über 25 Jahren auf Schalke. Buchta: „Ich hätte es eher als komisch empfunden, wenn nicht bei uns gesessen hätte, sondern im Kreis der Bayern.“

Was wäre, wenn Tönnies bei den Bayern gesessen hätte...

Tatsächlich hätte dies dann eher Bilder hinterlassen, die noch ganz andere Fragen aufgeworfen hätten als die Bilder von Tönnies im Kreis der Schalker – ein tiefes persönliches Zerwürfnis wäre leicht zu konstruieren gewesen, aber davon kann keine Rede sein. Tönnies saß am Freitag in der Reihe hinter Buchta sowie den Schalke-Vorständen Jochen Schneider und Alexander Jobst. Neben ihm hatte Kaderplaner Michael Reschke seinen Platz.

Buchta ordnete den Besuch von Tönnies sachlich ein: „Ich habe Verständnis dafür, dass das Thema aufgegriffen wird. Aber für mich ist seine Anwesenheit ein normaler Vorgang, wenn er von den Bayern als Gast zum Spiel eingeladen wird.“

Leserkommentare (2) Kommentar schreiben