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So erklärt Domenico Tedesco die Schalke-Krise

Schalke-Trainer Domenico Tedesco sieht Sebastian Rudy auf einem guten Weg.

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Foto: Imago

Gelsenkirchen.  Schalke-Trainer Domenico Tedesco will „nichts schönreden“ und betont, warum er auch nach zwei Bundesligaspielen gelassen bleibt.

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Es ist ein ungewohntes Bild, erst recht für einen Vizemeister. Nach zwei Spieltagen in der Fußball-Bundesliga hat Schalke 04 noch keinen Punkt auf der Haben-Seite, vor der Mannschaft von Trainer Domenico Tedesco liegen nun die schwierigen Spiele bei Borussia Mönchengladbach (Samstag, 18.30 Uhr/Sky) und gegen den FC Bayern (22. September, 18.30 Uhr/Sky). Keine besonders aufmunternde Aussichten, doch Tedesco bleibt gelassen. „Wir wollen und werden nichts schönreden. Aber bei uns wird jetzt keiner unruhig“, sagt Schalkes Trainer im Interview der Sport-Bild und beruhigt die Fans: „Wir werden die Form aus der vergangenen Saison wiederbekommen – zu 100 Prozent. Wichtig ist im ersten Schritt, dass die Mannschaft die Sicherheit zurückbekommt.“

Der schlechte Saisonstart hat auch Tedesco überrascht – zwei Gründe hat er für die Niederlagen in Wolfsburg (1:2) und gegen Hertha BSC (0:2) ausgemacht: „Wir hatten in unserem Spiel in Wolfsburg Leichtsinnige Ballverluste in der Spiel-Eröffnung, dadurch gerieten wir in Konter, einige Spieler waren verunsichert. Hinzu kam die Rote Karte für Matija Nastasic. Gegen Hertha fehlte ein Stück weit auch die Kompaktheit. Wir haben beim ersten Gegentor nicht gut verteidigt und selbst die Tore nicht gemacht.“

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Dass es nach den Abgängen von Leon Goretzka (FC Bayern), Thilo Kehrer (Paris St.-Germain) und Max Meyer (Crystal Palace) an Qualität im Kader fehlen könne, bestreitet Tedesco: „Wir finden uns gut aufgestellt. Wir haben gute Spieler verloren – ohne Zweifel. Wir haben aber auch gute und vielversprechende Spieler dazubekommen. Manchmal braucht es bei aller täglichen Arbeit trotzdem etwas Zeit und Geduld, bis alles zusammenwächst. Fakt ist: Nach zwei Spieltagen kann man kein Resümee ziehen.“

Schalke-Trainer Tedesco fordert Geduld mit Rudy

Das gilt auch für Sebastian Rudy, der beim Debüt gegen Hertha noch nicht die gewünschte Rolle einnehmen konnte. Tedesco fordert Geduld mit dem Nationalspieler: „Er muss auf Schalke nach sieben Jahren Stuttgart, sieben Jahren Hoffenheim und einem Jahr München ankommen, daher sollte man ihm nicht gleich am Anfang einen zu großen Rucksack aufbinden. Er ist auf einem guten Weg. Dass er ein Leader sein kann, liegt auf der Hand.“

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Auch der Anspruch an sich selbst ist nach der starken Premierensaison und der Vertragsverlängerung bis 2022 nicht gesunken. Tedesco: „Ich bin nicht der Blauäugige, der sagt: Ich bin vergangene Saison mit Schalke in die Champions League gekommen, jetzt möchte ich die Lorbeeren der vergangenen Spielzeit einsammeln und endlos Kredit haben. Nein, es geht darum, was wir auch den Spielern sagen: Der Stammplatz ist nicht eingefroren, den muss man sich Woche für Woche erarbeiten. So geht es uns Trainern auch. Das ist logisch, es ist ein Wettbewerb. Das ist ja das Spannende, sich immer wieder neu zu beweisen. Lösungen zu finden, wenn es Hindernisse gibt. Natürlich ist diese Saison eine neue Herausforderung für mich.“ (ab)

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