FC Schalke 04

So begründet Ex-Schalke-Trainer Tedesco den Moskau-Wechsel

Domenico Tedesco hat einen neuen Trainerjob.

Domenico Tedesco hat einen neuen Trainerjob.

Foto: Getty

Moskau.  Der frühere Schalke-Trainer Domenico Tedesco ist neuer Trainer des russischen Erstligisten Spartak Moskau. Am Montag stellte er sich vor.

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Vor sechs Monaten musste Domenico Tedesco beim Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04 seinen Posten räumen, nun fängt er neu als Trainer in Moskau an. Der 34-Jährige unterschrieb am Montag in der russischen Hauptstadt seinen Vertrag bis Frühjahr 2021, wie der Generaldirektor des Klubs, Tomas Zorn, mitteilte. „Das Gesamtpaket hat mir gefallen“, sagte Tedesco bei seiner live im Internet übertragenen Pressekonferenz. Es sei ihm eine Ehre, bei einem Club mit dieser Geschichte und diesen Traditionen zu arbeiten. Auch der Rote Platz und die Wucht der russischen Hauptstadt hätten ihm gleich zugesagt.

Tedesco leitete am Montag die erste Einheit bei Spartak

Nach dpa-Informationen hatte Tedesco am Morgen schon sein erstes Training geleitet. Zuvor hatte der FC Schalke am Montag den bis 2022 laufenden Vertrag mit seinem ehemaligen Cheftrainer aufgelöst und damit den Weg für Tedesco freigemacht. Sein Vertrag bei den Gelsenkirchenern läuft noch bis 2022. Durch die vorzeitige Auflösung hat der Verein rund vier bis fünf Millionen Euro an Gehalt eingespart.

Schon im vergangenen März hatte Tedesco seinen Posten bei den Gelsenkirchenern nach einer 0:7-Niederlage in der Champions League bei Manchester City räumen müssen. Nach einer erfolgreichen ersten Saison auf Schalke, in der er mit den Königsblauen Vizemeister wurde, brach S04 im Folgejahr unter seiner Regie komplett ein.

Vor russischen Journalisten sagte er, dass er seither viel habe nachdenken können. Eine Lehre etwa sei, dass nicht immer etwas verändert werden müsse, was eigentlich gut funktioniere. Ziel sei es nun, Vertrauen bei den Spielern aufzubauen und sie zu vielen Toren zu führen. „Ich habe schon Lust darauf, häufig zu jubeln“, sagte er und fügte schmunzelnd hinzu: „Ich kenne mittlerweile nahezu alle Spartak-Spieler - erstmal nur mit Nachnamen. Die Vornamen kommen dann noch.“

Schürrle im Team, Hinkel wird Co-Trainer

Bei Spartak trifft er auf den von Borussia Dortmund ausgeliehenen Ex-Weltmeister André Schürrle. „Co-Trainer wird Andreas Hinkel, mit dem ich schon in Stuttgart sehr gut zusammengearbeitet habe“, teilte Tedesco mit. Das russische Hauptstadt-Team hatte in der Liga zuletzt fünf Niederlagen kassiert und sich von Trainer Oleg Kononow getrennt. Mit nur 14 Punkten nach zwölf Spieltagen belegt Spartak in der Tabelle den neunten Platz, Tabellenführer Zenit Sankt-Petersburg hat zwölf Zähler Vorsprung.

„Wir müssen erst einmal die Mannschaft kennenlernen“, sagte Tedesco auf die Frage zu seinen Zielen. Gewöhnungsbedürftig sei für ihn noch, künftig mit einem Dolmetscher zu arbeiten. Er wolle sich aber rasch an die „Schattenstimme“ gewöhnen und auch Russisch lernen. „Ich habe Lust darauf. Ich möchte schon ein paar Sätze sprechen können“, sagte der Trainer. Die Athletik-Trainer seien Russen. „Sie sind auf jeden Fall russischsprachige Jungs, die mich unterstützen.“ (mh mit sid)

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