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Schalke will ein Europa-League-Finale ausrichten

Gut möglich, dass der Europa-League-Pokal bald einmal in Gelsenkirchen übergeben wird.

Gut möglich, dass der Europa-League-Pokal bald einmal in Gelsenkirchen übergeben wird.

Foto: firo

Gelsenkirchen.  Schalke zeigt Interesse an der Ausrichtung eines Europa-League-Endspiels. Es geht um die Jahre 2022, 2023 oder 2024. Eine Bewerbung steht aus.

Nach knapp 20 Jahren könnte im Ruhrgebiet schon bald wieder ein Europapokal-Finale stattfinden. Wie diese Zeitung erfuhr, hat der FC Schalke 04 Interesse, das Endspiel der Europa League auszurichten.

Als Eigentümer der Veltins-Arena bestätigte der Bundesligist auf Nachfrage, dass er in Absprache mit der Stadt Gelsenkirchen eine Interessensbekundung für kommende Finalausschreibungen beim europäischen Fußballverband (Uefa) hinterlegt hat. Konkret geht es dabei um die Finals in den Jahren 2022, 2023 und 2024.

Eine Bewerbung von Verein und Stadt hat es allerdings noch nicht gegeben, da die Europa-League-Endspiele ab dem Jahr 2022 von der Uefa noch nicht offiziell ausgeschrieben sind. Ein Katalog mit Kriterien, die mögliche Ausrichterstädte erfüllen müssen, wurde ebenfalls noch nicht veröffentlicht.

Veltins-Arena wird bis zur EM 2024 modernisiert

Nach Informationen dieser Zeitung sind die Schalker aber optimistisch, dass die Arena und die Stadt Gelsenkirchen die Auflagen des Verbandes erfüllen würden. Hauptgrund für diese Annahme sind geplante Umbauarbeiten und Modernisierungen, unter anderem im Medienbereich, im Zuge der Europameisterschaft 2024 in Deutschland. Neben den NRW-Städten Düsseldorf, Köln und Dortmund wird auch Gelsenkirchen einer von zehn Austragungsorten des Turniers sein.

Sollte das Europa-League-Finale in den Jahren 2022, 2023 oder 2024 tatsächlich auf Schalke stattfinden, wäre es bereits das dritte Europapokal-Endspiel auf Gelsenkirchener Boden.

Im Uefa-Pokal, dem Vorgängerwettbewerb der Europa League, siegten die legendären „Eurofighter“ des FC Schalke auf dem Weg zum Titel 1997 im Final-Hinspiel mit 1:0 im Parkstadion gegen Inter Mailand.

Seit dem Jahr 1998 werden die Endspiele der Champions- und Europa League auf neutralem Boden in nur einer Partie entschieden. Im Zuge dessen vergab die Uefa das Finale der Königsklasse im Jahr 2004 nach Gelsenkirchen. Damals gewann der FC Porto mit Trainer José Mourinho 3:0 gegen die AS Monaco und sicherte sich zum zweiten Mal in seiner Vereinsgeschichte den Henkelpott.

Champions-League-Endspiel auf Schalke ist derzeit nicht möglich

Ein erneutes Champions-League-Endspiel ist auf Schalke allerdings nicht möglich, da die Uefa vorschreibt, dass das Finalstadion künftig eine Mindestkapazität von 60.000 Sitzplätzen bieten muss. Zu internationalen Spielen fasst die Veltins-Arena allerdings nur 54.740 Zuschauer.

Nachdem das Europa-League-Finale 2019 in Baku (Aserbaidschan) stattfand, wird es kommenden Sommer im polnischen Danzig ausgetragen. Vor wenigen Tagen bestätigte die Uefa Sevilla (Spanien) als Austragungsort für das Jahr 2021.

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