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Schalke: Wegen Uth - Schneider rügt Bosse des 1. FC Köln

Mit Schalke im Trainingslager: Mark Uth (Mitte).

Mit Schalke im Trainingslager: Mark Uth (Mitte).

Foto: Tim Rehbein / RHR-Foto

Längenfeld.  Die Kölner träumen von einer Verpflichtung von Mark Uth. Dass sie dies öffentlich immer wieder äußern, ärgert Schalke-Boss Jochen Schneider.

Noch einmal war das Wetter im malerischen Ötztal am Samstagvormittag traumhaft. Sonnenschein, königsblauer Himmel, herrlich. Zwei Stunden mussten die Spieler des Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04 auf dem Rasenplatz des SV Längenfeld schwitzen. Alle Spieler? Nicht ganz. Salif Sané, Omar Mascarell und Weston McKennie, alle verletzt oder angeschlagen, übten auf einem Nebenplatz mit dem Reha-Trainer. Und ein Quartett musste mit Athletiktrainer Werner Leuthard im Fitnesszelt arbeiten: Benito Raman, Steven Skrzybski, Mark Uth und Sebastian Rudy. Uth und Schalke - das ist auch in Österreich ein großes Diskussionsthema.

Gisdol über Schalke-Stürmer Uth: "Er hat ein großes Loch hinterlassen"

Das liegt aber weniger an den Schalkern. Es sind immer wieder die Verantwortlichen des Bundesliga-Rivalen 1. FC Köln, die für Unruhe sorgen. In der Rückrunde der vergangenen Saison spielte Uth auf Leihbasis bei den Kölnern. Er erzielte fünf Tore, legte sechs Treffer vor - und es hätten noch mehr sein können, hätte er nicht zwei Elfmeter vergeben. Die Kölner wollten Uth fest verpflichten, ließen aber eine Kaufoption verstreichen.

Dennoch sagte Trainer Markus Gisdol am Freitag: „Mark war an fast allen Toren beteiligt. Er hat ein großes Loch hinterlassen. Das müssen wir gemeinschaftlich auffangen oder mit einer einzelnen Verpflichtung. Wir haben ja immer noch nicht abgeschrieben, dass Mark am Ende doch zu uns kommt.“ Und auch Kölns Sport-Geschäftsführer Horst Heldt betonte: „Es hat sich nichts an der Situation verändert, dass wir ihn verpflichten wollen." Auch Uth selbst, so erfuhr diese Redaktion aus dem Umfeld der Mannschaft, hofft noch auf eine Einigung der Klubs.

Das aber ist sehr unwahrscheinlich. Schalkes Sportvorstand Jochen Schneider rügte Gisdol und Heldt für ihre Äußerungen über Uth: "Man spricht nicht über Spieler anderer Vereine. Das gehört sich nicht. Wir tun das auch nicht. Mark Uth war Spieler des 1. FC Köln, und das für sechs Monate. Die Zeit ist vorbei. Es kommt hinzu: Die Kölner hätten die Chance gehabt, eine Option zu ziehen. Die haben sie nicht gezogen. Jetzt finde ich, sie sollten das akzeptieren." Kontakt zu Horst Heldt hat Schneider nicht aufgenommen: "Das ist ja nicht unser Thema."

Schalke-Boss Schneider über Uth: "Er präsentiert sich richtig gut"

Die Schalker, so Schneider, hätten klar artikuliert, dass sie mit Uth planen. "Mark präsentiert sich in der ganzen Vorbereitung bisher richtig, richtig gut", sagte Schneider. Und ein Tor hat er bereits erzielt - bei der 4:5-Blamage im Testspiel gegen den Drittliga-Aufsteiger SC Verl. Da zeigte er: Einen Knipser wie ihn können die Königsblauen als offensivschwächste Mannschaft der Rückrunde sehr gut gebrauchen.

Dass die Diskussion mit Schneiders Machtwort aber endet, ist unwahrscheinlich. Die Transferperiode dauert bis zum 5. Oktober an, die Kölner wollen auch mit kleinen öffentlichen Sticheleien den Preis noch drücken. Sie sollten sich aber nicht darauf verlassen, dass ihnen das gelingt.

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