Transfers

Schalke auf der Suche nach Verstärkungen - warum die Suche nach einem neuen Stürmer schwierig wird

Foto: firo Sportphoto / Selim Sudheimer

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Gelsenkirchen. Im letzten Jahr hatte Markus Weinzierl einen Glücksgriff, und im Jahr davor auch: Der Isländer Alfred Finnbogason und der Südkoreaner Dong-Won Ji waren die Stürmer, die er im Winter zum FC Augsburg holte und die sich in der Rückrunde sofort als echte Verstärkungen entpuppten. „Ich habe in Augsburg nur gute Erfahrungen mit Wintertransfers gemacht“, berichtet Schalkes Trainer.

Jetzt muss er sein gutes Näschen wieder beweisen und mit Manager Christian Heidel einen Stürmer finden, der aber auch Schalke in der Rückrunde sofort weiterhelfen kann. Schalke sucht den Super-Ji.

Neuzugänge sollen schon in Spanien dabei sein

Noch will sich Heidel nicht zu weit aus dem Fenster lehnen; er betont, dass nur dann Verstärkung kommt, wenn die Rahmenbedingungen passen: „Es muss sinnvoll sein, sportlich und wirtschaftlich ins Konzept passen – alles andere macht keinen Sinn.“

Aber klar ist, dass die Fahndung jetzt läuft, und klar ist auch, dass es möglichst schnell gehen soll. Ziel ist, dass Neuzugänge schon mit ins Trainingslager nach Spanien kommen sollen, das am 4. Januar beginnt: „Die Saison geht ja schon 14 Tage später weiter, Ende Januar sind die ersten Spiele schon vorbei. Wenn man etwas macht, dann am besten Anfang Januar“, erklärt Heidel.

Nastasic und Schöpf schlugen auf Schalke ein

Allerdings gilt der Transfermarkt im Winter als schwierig. Die Spieler stehen alle noch unter Vertrag, und ihre besten Profis geben andere Vereine nicht ab: Man muss die Nischen finden, wo gute Spieler bei anderen Vereinen auf der Bank sitzen.

Wie Schalke zum Beispiel im Winter 2014/15: Da machte sich der damalige Trainer Roberto di Matteo für Matija Nastasic stark, der bei Manchester City keine Rolle mehr spielte – Manager Horst Heldt machte den Deal perfekt, und Nastasic ist auf Schalke eine Bank.

Ein anderes Modell ist es, einen jungen Spieler aus einer unteren Liga quasi als Vorgriff auf die neue Saison schon im Winter zu holen. So kam vor einem Jahr Alessandro Schöpf vom Zweitligisten 1. FC Nürnberg: Der war als Mann für die Zukunft eingeplant, konnte aber auch schon in der Rückrunde bei kürzeren Einsätzen helfen. Einen Stammplatz eroberte sich Schöpf erst in dieser Saison.

„Es gibt verschiedene Modelle“, sagt Heidel: „Man kann einen Spieler nur für die Rückrunde ausleihen, weil die Verletzten ja irgendwann zurückkommen. Oder man kann einen Vorgriff auf den Sommer tätigen, wenn es wirtschaftlich machbar ist.“

Keine guten Erfahrungen mit Leihgeschäften

Mit Leihgeschäften im Winter hat Schalke in den vergangenen Jahren aber eher überschaubaren Erfolg gehabt: Keiner der Spieler, die unter Horst Heldt im Winter ausgeliehen wurden, setzte sich auf Dauer durch.

Im Vorjahr kam Younes Belhanda von Dynamo Kiew für eine Halbserie, in den Jahren davor wurden Jan Kirchhoff (Januar 2014), Michel Bastos und Raffael (Januar 2013) und Chinedu Obasi (Januar 2012) ausgeliehen.

Diesmal fahndet Weinzierl nach einem Stürmer als Ersatz für die verletzten Breel Embolo und Klaas-Jan Huntelaar sowie nach einem zusätzlichen Innenverteidiger. Dass der Markt nicht viel Spielraum lässt, sieht er nicht: „Es gibt im Winter auch Möglichkeiten.“ Er sucht den Ji, der auch nach Schalke passt.

Mehr zu Königsblau:

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben