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Schalke: "Nichts spricht gegen Horst" - Tönnies lobt Heldt

Kennen sich gut: Ex-Schalke-Manager Horst Heldt (l.) und Clemens Tönnies.

Kennen sich gut: Ex-Schalke-Manager Horst Heldt (l.) und Clemens Tönnies.

Foto: firo

Gelsenkirchen.  Kehrt Horst Heldt als Sportdirektor zu Schalke 04 zurück? Wenn es nach Klub-Chef Clemens Tönnies geht, ist das denkbar. Das verriet er Sky.

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Wer führt den in der Fußball-Bundesliga abgestürzten FC Schalke 04 in die Zukunft? Klar ist nur, dass Sportvorstand Jochen Schneider das Sagen hat. Doch drei wichtige Positionen sind noch zu vergeben: Trainer, Sportdirektor und Technischer Direktor.

Aufsichtsratschef Clemens Tönnies äußerte sich in einem Interview mit "Sky" lobend über Ex-Sportchef Horst Heldt, der kürzlich bei Hannover 96 entlassen wurde. "Ich bin immer noch mit Horst eng befreundet und es gibt nichts, was gegen Horst Heldt spricht für mich. Ich treffe nur diese Entscheidungen nicht. Ich will dem Jochen da auch nicht irgendjemanden reinsingen. Ich sehe eine akribische Arbeit von Jochen in der Auswahl der einzelnen Personalien. Da gibt er sich unglaublich viel Mühe mit. Er nimmt nicht irgendeinen, sondern sagt: 'Der passt genau.'", sagte Tönnies. Auch Schneider kennt Heldt genau - sie arbeiteten beim VfB Stuttgart erfolgreich zusammen und wurden mit dem VfB 2007 Deutscher Meister.

Heldt war über fünf Jahre Schalkes Sportvorstand

Heldt war von März 2011 bis Juni 2016 Schalkes Sportvorstand. In dieser Zeit holte Schalke den DFB-Pokal (2011) und zog danach stets in den Europapokal ein, dreimal in die Champions League (2012, 2013, 2014) und zweimal in die Europa League (2015, 2016). Nach knapp fünf Jahren wurde sein Vertrag aber nicht verlängert und Heldt wurde von Christian Heidel ersetzt. Einige Vorwürfe: Die Gehaltskosten seien explodiert und für den finanziellen Aufwand sei der Ertrag zu niedrig gewesen, vor allem in den beiden letzten Jahren. Auch einige Verpflichtungen erwiesen sich als falsch.

Tönnies kritisierte - wie schon im Interview auf Schalke TV und bei einer Fanklubversammlung - Heldts Nachfolger Heidel, der nach zweieinhalb Jahren im Februar 2019 von seinem Amt zurücktrat. "Natürlich ist er verantwortlich, in der Phase einen Kader zusammengestellt zu haben, der dann nicht funktioniert hat. Das hat er aber nicht wissentlich oder mit Vorsatz gemacht, sondern das ist eben passiert und wir haben es jetzt auszubaden. Das ist die Tatsache, da reden wir nicht drum rum", erklärte Tönnies.

Wer als Trainer die Nachfolge von Huub Stevens antritt, verriet Tönnies nicht. [UPDATE: Inzwischen steht David Wagner als neuer Cheftrainer fest.] Nur eins: Wer die drei vakanten Positionen übernimmt, wird im Paket veröffentlicht. "Und wir haben für uns gesagt: 'Wir werden jetzt nicht scheibchenweise jede einzelne Personalie bekannt geben.' Sondern es wird dann einen Termin geben und dann sagen wir: 'Da steht das Team.' Das halte ich auch für richtig", sagte Tönnies.

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