Schalke 04

Schalke-Held Amine Harit nach Traumtor: „Ich zahle zurück“

Amine Harit feiert, Amine Harit lässt sich von den Schalker Fans feiern.

Amine Harit feiert, Amine Harit lässt sich von den Schalker Fans feiern.

Foto: dpa

Gelsenkirchen.  Nach einem schwierigen Jahr hat Amine Harit seine Spielfreude wiedergefunden. Schalkes Verantwortliche blicken schon auf das Spiel gegen Leipzig.

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Schalkes Profis tanzten nach dem späten 2:1-Sieg über Mainz 05 ausgelassen vor der Fankurve. Amine Harits Außenrist-Treffer setzte das ganze Stadion in Verzückung. Nach seinem Doppelpack in Paderborn setzte der quirlige Marokkaner das nächste Ausrufezeichen. „Ich weiß nicht, was ich bei dem Schuss gedacht habe“, meinte Harit bei DAZN, „ich habe gesehen, dass die Seite offen war.“

Harit hat die Spielfreude wiedergefunden

Nach seinem schwierigen letzten Jahr hat der 22-Jährige Spielfreude und Lockerheit wiedergefunden. Schalkes Profi-Koordinator Sascha Riether, der im Vorjahr noch Harits Mitspieler war und die Krise des Technikers live miterlebte, stellt fest: „Wir wissen, was Amine kann. Im Eins-gegen-Eins ist er einfach bärenstark. Den einen oder anderen Pass hat er mit dem Außenrist ins Aus gespielt. Aber das Tor hat er super gemacht.“

Die Familie steht bei Harit im Mittelpunkt

Harit hat sich seine Aufmerksamkeit mittlerweile voll auf Familie und Fußball ausgerichtet. „Ich bin fokussierter“, meinte Harit, „ich habe alles verändert. Und ich zahle zurück.“ Nach der Geburt seiner Tochtrer haben sich die Prioritäten in seinem Leben komplett verändert. Die Filou-Zeit scheint vorbei. „Ich habe alles für meine Familie, meine Tochter und meine Frau zu machen“, so Harit.

Nach Einschätzung von Sascha Riether hat David Wagner als Trainer „großen Anteil“ an der Wandlung von Harit. „Aber Amine selbst natürlich auch“, sagt Riether und stellt fest: „Wir haben gesagt, dass Amine Harit die Chance bekommt, neu anzufangen. Und er zahlt es jetzt einfach zurück.“

Sportvorstand Jochen Schneider hält den Ball flach

Trotz der Begeisterung, die der späte Siegtreffer auslöste, bleiben die Verantwortlichen auf dem Boden. „Es war kein gutes Spiel. Mit der Leistung können wir nicht zufrieden sein“, bilanzierte Riether und blickte auf den kommenden Samstag, wenn Schalke bei Spitzenreiter RB Leipzig zum Liga-Hit antritt. Riether: „Jetzt ist es ein Top-Spiel. Wer hätte das vor der Saison gedacht? Wir arbeiten jeden Tag hart weiter.“ Auch Sportvorstand Jochen Schneider hält den Ball flach: „Schön, dass wir dreimal gewonnen haben. Aber schon morgen geht es weiter Richtung Leipzig. Die Spiele sind alle eng.“

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