Schalke

Schalke hat volles Vertrauen in Markus Schubert

Gibt’s einen Wechsel zwischen den Pfosten? Markus Schubert (rechts) steht als Ersatzmann für den angeschlagenen Alexander Nübel (links) in den Startlöchern.

Gibt’s einen Wechsel zwischen den Pfosten? Markus Schubert (rechts) steht als Ersatzmann für den angeschlagenen Alexander Nübel (links) in den Startlöchern.

Foto: RHR-FOTO/Tim Rehbein via www.imago-images.de / imago images/RHR-Foto

Gelsenkirchen.  Wenn Nübel ausfällt, spielt Schalke gegen Köln mit Markus Schubert im Tor. Der hat viel Mut – und sehr gemischte Erfahrungen mit dem 1. FC Köln.

Markus Schubert (21) hat auf Schalke noch keinen großen Namen, aber bei Torhütern kann das ja manchmal schnell gehen – gerade auf Schalke, wenn man an einige andere denkt: Ralf Fährmann etwa, Alexander Nübel oder ganz früher ein gewisser Manuel Neuer.

Dass am Freitag auf einmal der Name Markus Schubert ein Thema war, lag an den Adduktorenbeschwerden, die Alexander Nübel seit dieser Woche plagen. Wenn Schalkes Nummer eins bis zum Bundesligaspiel an diesem Samstag (18.30 Uhr) in der Arena gegen den 1. FC Köln nicht rechtzeitig fit wird, dann wird Schubert im Tor stehen. Und Bauchschmerzen hätte Trainer David Wagner deswegen nicht: „Ich könnte nicht entspannter sein“, antwortete Schalkes Trainer David Wagner am Freitag auf die entsprechende Frage nach einem möglichen Torwart-Wechsel.

„Ein mutiger Torwart, der keine Angst vor Fehlern hat“

Schubert kam im Sommer aus der 2. Liga von Dynamo Dresden nach Schalke, Wagner stärkte ihm am Freitag den Rücken: „Er trainiert herausragend und wenn er gespielt hat, hat er das richtig gut gemacht.“ Der U21-Nationaltorwart kam auf Schalke bisher in einigen Testspielen zum Einsatz. Er beschreibt sich selbst als einen „mutigen Torwart, der keine Angst vor Fehlern hat.“

Und auch sicher nicht vor dem 1. FC Köln, obwohl Schubert gegen die Geißböcke eine der schwärzesten Stunden seiner noch jungen Torwart-Karriere erlebte: In der vergangenen Zweitliga-Saison kassierte er mit Dynamo Dresden beim Gastspiel in Köln acht Stück und verlor mit 1:8. Doch beim Rückspiel hielt er seinen Kasten sauber und gewann mit Dresden 3:0 gegen Köln...

Acht Stück gegen Köln sind Vergangenheit

Wagner musste am Freitag laut lachen, als er auf die acht Stück angesprochen wurde. Er nimmt seinem Torwart-Talent vor dessen möglichem Bundesliga-Debüt den Druck: „Sollte er sein erstes Spiel machen, so wie einige Feldspieler auch ihr erstes Spiel gemacht haben, wird er sich genauso eingliedern und alles raushauen, damit wir auch dieses Spiel erfolgreich gestalten werden.“

Denn Schalke peilt gegen Köln natürlich den fünften Dreier an: Nach den Siegen gegen Hertha (3:0), Paderborn (5:1), Mainz (2:1) und Leipzig (3:1) möchten die Königsblauen noch ein Stück weiter auf dieser Erfolgswelle reiten. Wagner nimmt wie immer die Fans mit ins Boot und sagt: „Ich bin sehr froh, dass die Arena ausverkauft ist. Wir werden alles daran setzen, das fünfte Spiel in Folge zu gewinnen. Das wird schwer, aber es ist auch nicht unmöglich.“

Mark Uth könnte in die Elf rücken

Obwohl Schalke in Leipzig so bärenstark gespielt hat, ist es nicht ganz ausgeschlossen, dass es auch bei den Feldspielern einen Wechsel geben wird: Einiges deutet darauf hin, dass Mark Uth gegen seinen Ex-Klub Köln eine Chance erhält und dafür vielleicht Rabbi Matondo zunächst draußen bleibt: Denn Matondo ist Konterspieler, aber in der Arena wird Schalke das Spiel machen müssen. Wagner hat sich noch nicht festgelegt und sagt: „Wir haben 23 gesunde Feldspieler, die alle in richtig guter Form sind. Wenn wir zuletzt gewechselt haben, dann hatte das wenig mit Form zu tun, sondern nur mit einer taktischen Idee.“ Und die könnte gegen Köln Uth heißen.

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