Champions League

Schalke gegen Chelsea am Ende auf verlorenem Posten

Schalke geriet gegen Chelsea bereits früh in Rückstand. Das Team von Trainer Jens Keller unterlag mit 0:3.

Schalke geriet gegen Chelsea bereits früh in Rückstand. Das Team von Trainer Jens Keller unterlag mit 0:3.

Foto: Patrik Stollarz/AFP

Gelsenkirchen.  Schalke 04 hat nach zwei Siegen in der Champions League die erste Niederlage kassiert. Die Mannschaft von Jens Keller verlor gegen den FC Chelsea 0:3 (0:1). Fernando Torres erzielte die ersten beiden Tore, der Belgier Eden Hazard setzte den Schlusspunkt.

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Nach zwei Zu-null-Siegen musste sich der FC Schalke 04 in der Champions League in der Gruppe E am dritten Spieltag erstmals beugen. Vor 54.442 Zuschauern in der Veltins-Arena unterlag die Mannschaft von Trainer Jens Keller dem FC Chelsea mit 0:3.

Respektvolle Londoner Töne für die Schalker hatte es am Montag gegeben: von Trainer José Mourinho und auch von Kapitän John Terry. Das Ergebnis einen Tag später war, dass die Blues bei den Königsblauen schnell ein Ausrufezeichen setzten. Schon in der fünften Minute gingen sie mit 1:0 in Führung. Nach einer Ecke von Frank Lampard segelte der Ball bis zum zweiten Pfosten, und dort hatte Fernando Torres keine Mühe, den Ball mit dem Kopf ins Netz zu bugsieren.

„Wir haben eine überragende Mannschaft mit so viel Qualität, dass wir selbstbewusst ins Spiel gehen. Und mit dem Ziel zu gewinnen“, hatte Chelseas deutscher Nationalspieler André Schürrle gesagt. Von dieser außergewöhnlichen Qualität war in der Folge jedoch nicht sehr viel zu sehen. Das hatte auch José Mourinho bemerkt. Obwohl er bei der Rückkehr an die Stätte seines ersten Champions-League-Sieges (2004 mit dem FC Porto) mehrmals von seiner Bank aufgesprungen war und geschimpft hatte, entwickelte seine Mannschaft aber keinen Spaß am Offensiv-Fußball.

Cech stoppt die Angriffe

Ganz anders die Schalker, die zu ihrem Leid aber erkennen mussten, dass Petr Cech zu den Besten seiner Zunft gehört. Zunächst nahm der tschechische Torhüter der Gefahr nach einer Flanke Dennis Aogos die Schärfe, dann klärte er einen Distanz-Schuss von Kevin-Prince Boateng mit den Fäusten zur Ecke, und keine 60 Sekunden später – es lief die 40. Minute – reagierte er nach einem Kopfball von Roman Neustädter klasse. Nein. Weltklasse!

Schalkes Trainer Jens Keller, der sich für die Variante ohne Stoßstürmer entschieden, also Adam Szalai auf die Bank gesetzt hatte, änderte an der taktischen Ausrichtung seiner Mannschaft erst einmal nichts. So blieb Kevin-Prince Boateng der Ein-Mann-Sturm und Adam Szalai auf der Bank. Warum sollte er auch schon wechseln?

Die letzten Minuten der ersten Halbzeit hatten Mut gemacht – nicht nur der Mannschaft, sondern auch den Fans, die ihre Königsblauen fast pausenlos anfeuerten. Aber dann stockte ihnen der Atem: Fernando Torres köpfte, und Timo Hildebrand sah, wie der Ball an die Latte seines Tores ging. Jedoch nur kurz, zumal sie ja weitermachen mussten – auch, um zu bekunden, dass ihnen einige Entscheidungen des Weltschiedsrichters von 2011, Vikor Kassai aus Ungarn, überhaupt nicht gefallen hatten.

Höwedes zielt beim Kopfball vorbei

Die Schalker machten in den ersten 25 Minuten der zweiten Halbzeit noch einmal mächtig Druck. Kapitän Benedikt Höwedes war dem 1:1 bei seinem Kopfball sogar sehr nahe, er zielte aber vorbei (67.). Nur zwei Minuten später dann die Entscheidung: Joel Matip, der in der Innenverteidigung eine gute Leistung gezeigt hatte, war nach einem Patzer Max Meyers etwas zu ungestüm in der Vorwärtsbewegung, Chelseas Oscar zog auf und davon, konnte auch von Jermaine Jones nicht mehr gebremst werden, und bediente Fernando Torres. Ganz cool schloss der Spanier zum 2:0 für die Londoner ab.

Trainer Jens Keller startete einen letzten Versuch und brachte für die letzten 20 Minuten Adam Szalai. Doch es war nun auch zu sehen, dass die Schalker einen sehr, sehr hohen Aufwand betrieben und nicht mehr genügend Kraft hatten, und so setzte Hazard mit dem 3:0 für Chelsea den Schlusspunkt.

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