Schalke

Schalke-Fans diskutieren über Freistoß-Ausführung von Stindl

Gladbach-Kapitän Lars Stindl.

Gladbach-Kapitän Lars Stindl.

Gelsenkirchen.  Der FC Schalke 04 hat 0:2 (0:0) gegen Borussia Mönchengladbach verloren. Das lag auch an einem Freistoß von Gladbach-Kapitän Lars Stindl.

Es stand noch 0:0 zwischen Borussia Mönchengladbach und dem FC Schalke 04, als der Schalker Salif Sané den Gladbacher Lars Stindl foulte. Anschließend den Ball in die Hand nahm und mit diesem in Richtung des königsblauen Tores trabte. Am Ende schmiss er ihn etwa 12,5 Meter vom eigentlichen Ort des Foulspiels entfernt wieder auf den Boden. Stindl sah dies, nutzte die Gelegenheit, führte den Freistoß direkt aus. Thorgan Hazard tauchte so plötzlich frei vor S04-Torhüter Alexander Nübel auf, wurde gefoult. Nübel sah in der 59. Minute Rot. Schalke verlor anschließend noch 0:2.

Im Netz wird seitdem wild diskutiert. Hätte der Freistoß so weit entfernt vom eigentlichen Ort des Foulspiels überhaupt ausgeführt werden dürfen? Oder war Sané selbst Schuld, weil er den Ball ja erst dahin beförderte?

Ein User etwa sah die Schuld eher bei Sané. "Foul gespielt, Ball mitgenommen und dann die schnelle Freistoßausführung nicht durch Sperren unterbunden", schrieb er bei Twitter. Ein weiterer kommentierte: "Es liegt im Ermessen des Schiedsrichters, ob man die schnelle Spielfortsetzung zulässt oder nicht. Und wenn jemand meint, unsportlich auf Zeit spielen zu müssen, hat er wohl Pech gehabt." Und ein User ergänzte: "Da versucht ein Schalker, mal Zeit zu schinden und trägt den Ball weiter in Richtung des eigenen Tores. Und das Freistöße auch mal schnell ausgeführt werden, dürfte bekannt sein."

Einige Schalke-Fans sind aber auch sauer auf den Schiedsrichter. "Schiedsrichter, was soll das?", fragte einer bei Facebook. Ein anderer fragte: "Warum haben die Schiedsrichter ihr Spray dabei?"

Hecking kann den Schalke-Ärger verstehen

Gladbach-Trainer Dieter Hecking konnte den Ärger in jedem Fall nachvollziehen. „Ich kann das verstehen, weil ich das auch mal moniert habe. Auch bei Einwürfen werden Bälle zehn Meter nach vorne mitgenommen, wo ich schon immer sage, dass das eine neue Spielsituation ergibt. Vielleicht ist das in der Situation auch entscheidend gewesen", räumte er ein. (las)

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