SFCV-Streit

Schalke erhöht den Druck auf den Fan-Verband

Schalkes Finanzvorstand Peter Peters

Schalkes Finanzvorstand Peter Peters

Foto: imago

Gelsenkirchen.  Der Streit um den Schalker Fan-Club Verband (SFCV) geht weiter. Der Verein "bedauerte", dass das SFCV-Reform-Konzept nicht verabschiedet wurde.

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Der Schalker Fan-Club Verband (SFCV) hat mit seinen fehlenden Reformen bei seiner Mitgliederversammlung in der vergangenen Woche offenbar ein Eigentor geschossen. Nachdem der Verein Schalke 04 die Diskussionen um eine Neuausrichtung bislang wohlwollend begleitet hatte, erhöht er nun den Druck auf den SFCV, Reformen in die Wege zu leiten. In einer Stellungnahme heißt es von Schalke 04: „Der Verein erwartet kurzfristig Entscheidungen in den angekündigten Personal- und Strukturangelegenheiten des SFCV, die auch den Interessen des Hauptvereins Rechnung tragen.”

Schalkes Finanzvorstand Peter Peters geht auf Distanz

Schalke 04 „bedauert” es, dass das vom SFCV erarbeitete Reform-Konzept nicht verabschiedet wurde und somit „das wichtige Thema ohne jegliches Ergebnis blieb”. Der Verein geht daher auf Distanz zum SFCV. Deutliches Zeichen: Schalkes Finanz-Vorstand Peter Peters trat aus dem Aufsichtsrat des SFCV zurück. Das kann man so interpretieren, dass Peters die Vorstellungen des Hauptvereins bezüglich der Neuausrichtung des SFCV in den Beratungen der vergangenen Wochen hinreichend deutlich gemacht haben will und sich distanziert, sollten diese nicht umgesetzt werden.

„Der Club akzeptiert selbstverständlich jede Entscheidung der SFCV-Mitgliederversammlung”, hieß es in der Stellungnahme: „Allerdings muss sich der FC Schalke 04 in Sachen Fanbetreuung auch einen übergeordneten Blick bewahren.” Zwischen den Zeilen ist da durchaus zu lesen, dass es notfalls auch ohne den SFCV in seiner bisherigen Form weitergehen könnte: Denn der Klub betonte, dass er die Zuteilung von Eintrittskarten der Schalker Spiele auch zukünftig sicherstellen werde.

Und darum geht es den meisten Fan-Clubs in erster Linie: Sie wollen vor allem bei der Kartenvergabe bedacht werden – der Streit um die Personalien spielt nur eine Nebenrolle. Doch auch da erhöht der Hauptverein jetzt den Druck und fordert: „Der offen ausgetragene Streit innerhalb des SFCV muss zielführend beendet werden.”

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