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Schalke: Die ersten Gewinner und Verlierer unter Manuel Baum

Glückwunsch: Benjamin Stambouli (Mitte) klatscht mit Schalke-Torwart Frederik Rönnow (r.) ab, Trainer Manuel Baum schaut zu.

Glückwunsch: Benjamin Stambouli (Mitte) klatscht mit Schalke-Torwart Frederik Rönnow (r.) ab, Trainer Manuel Baum schaut zu.

Foto: dpa

Gelsenkirchen.  Drei Spiele hat Schalke unter der Leitung von Trainer Manuel Baum absolviert. Welche Spieler profitieren vom Wechsel? Ein erster Überblick.

Drei Spiele hat Manuel Baum als Trainer des FC Schalke 04 nun absolviert - es gab ein Unentschieden gegen den 1. FC Union Berlin (1:1) und zwei klare Niederlagen in den Auswärtsspielen bei RB Leipzig (0:4) und Borussia Dortmund (0:3). Schon jetzt ist absehbar, wer es unter Baum jetzt schwer haben dürfte - und wen der 41-jährige Trainer besonders gut findet.

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Die Gewinner

Can Bozdogan: Er kam in allen drei Baum-Spielen über eine längere Zeit zum Einsatz - in Leipzig und Dortmund wurde er früh eingewechselt, gegen Berlin zählte er zur Startelf. Nach dem Derby bekam er von Baum ein Sonderlob: „Wenn Can Bozdogan reinkommt, dann merkt man: Der will den Ball haben – der traut sich was zu." Der U20-Nationalspieler dürfte unter Baum immer zu den Stammplatz-Anwärtern zählen.

Malick Thiaw: Bei seinen Kurzeinsätzen in der Bundesliga hinterließ er nicht immer einen guten Eindruck, zu Beginn der Saison spielte er sogar nur für die U23 in der Regionalliga West. Doch im Derby feierte der 19-Jährige sein Startelf-Debüt in der Liga - und wurde von Baum dafür sehr gelobt.

Frederik Rönnow: Der Däne, erst kurz vor Ende der Transferperiode von Eintracht Frankfurt zu Schalke 04 gekommen, profitiert von einer Verletzung Ralf Fährmanns und ist nun Schalkes neue Nummer eins - auch wenn Baum noch keine endgültige Entscheidung verkündet hat.

Kilian Ludewig: Er kam aus der zweiten Liga in England, ohne Bundesliga-Erfahrung. Doch schon nach zwei Spielen steht fest: Der Rechtsverteidiger ist bei Manuel Baum gesetzt.

Die Verlierer

Benjamin Stambouli: Es war die Geschichte der Sommerpause: Bleibt der 30-jährige Franzose auf Schalke oder nicht? Dessen Vertrag war am 30. Juni ausgelaufen, die Verhandlungen über eine Verlängerung zogen sich. Anfang August vermeldeten die Königsblauen dann: Ja, er hat unterschrieben. Einen Dreijahresvertrag unterschrieb der Vizekapitän - eingeplant als Stammspieler. Doch ihm war schon in der Vorbereitung anzumerken, dass ihm nach zehn Monaten Verletzungspause die Spielpraxis fehlt. Aktuell ist er zu langsam und zu fehleranfällig. Zuletzt setzte ihn Baum zweimal nur auf die Bank, im Derby beim BVB zog er sogar Talent Malick Thiaw vor.

Nassim Boujellab: Unter Baums Vorgänger David Wagner war Boujellab von allen aus der Knappenschmiede aufgerückten Spielern derjenige, der die besten Chancen auf einen Stammplatz hatte. Er bekam viel Spielpraxis, wurde erstmals in die marokkanische Nationalmannschaft berufen. Doch Manuel Baum scheint auf andere Spieler größere Stücke zu halten. Im Spiel gegen Berlin und in Dortmund saß er nur auf der Tribüne.

Ralf Fährmann: Der Torwart kann wenig dafür, dass er bald wohl wieder zweite Wahl sein dürfte. Im Spiel gegen Leipzig musste er wegen Adduktorenbeschwerden ausgewechselt werden, trainierte seitdem reduziert. Sein Ersatz Frederik Rönnow hinterließ einen ordentlichen Eindruck und dürfte auch dann zwischen den Pfosten bleiben, wenn Fährmann zurückkehrt.

Alessandro Schöpf: Unter Wagner war der Dauerläufer auch ein Dauerbrenner. Unter Baum droht dem österreichischen Nationalspieler aber ein Stammplatz auf der Bank. Er ist der Leidtragende der Verpflichtung des neuen Rechtsverteidigers Kilian Ludewig. Beim 0:4 in Leipzig verteidigte Schöpf noch rechts, danach saß er zweimal draußen, wurde nur einmal für acht Minuten eingewechselt.

Timo Becker: Wagner hatte ihn zu den Profis geholt und in der Rückrunde häufig eingesetzt. Deshalb unterschrieb er vor Saisonbeginn einen Einjahresvertrag. Beim 0:8 in München am ersten Spieltag spielte er elf Minuten lang. Seit Baum das Sagen hat, kommt der Defensivspieler aber nur noch im Regionalliga-Team zum Einsatz.

Nach der Leistung im Derby könnte es nun, wenn Schalke den VfB Stuttgart erwartet (Freitag, 20.30 Uhr), weitere prominente Spieler erwischen: Anwärter auf einen Bank-Platz sind Nabil Bentaleb und Amine Harit.

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