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Schalke: Darum fehlt das Anti-Rassismus-Banner in der Arena

Schalkes neuer Oberbegriff: Diskriminierung.

Schalkes neuer Oberbegriff: Diskriminierung.

Foto: imago

Gelsenkirchen.  Das Banner "Gegen Rassismus und Homophobie" fehlt in der Schalke-Arena. Die Königsblauen erklärten auf Anfrage, woran das liegt.

Es ist nur ein kleines Detail - und doch fiel es einigen Fans des FC Schalke 04 auf. Vor dem ersten Heimspiel der Saison fehlten Banner wie "Gegen Rassismus und Homophobie" in der Arena - ausgerechnet nach der Rassismus-Diskussion rund um den Aufsichtsrats-Vorsitzenden Clemens Tönnies. Wir haben bei den Königsblauen nachgefragt: Warum hängen die Banner nicht mehr?

Schalke-Mitteilung: "Der Oberbegriff ist Diskriminierung"

Die Schalker teilten mit, dass dies mit der Initiative #stehtauf zusammenhängt. "Wir haben im Zusammenhang mit der Einführung der Initiative beschlossen, die Banner zu diesem Thema in der Arena zu erneuern. Dabei hat die aus Vereinsmitarbeitern gebildete Arbeitsgruppe intensiv und kontrovers über die Begrifflichkeiten diskutiert - belegbar zeitlich deutlich vor der Ehrenratssitzung zum Thema Tönnies - ob die Begriffe Rassismus und Homophobie beibehalten werden sollen. Am Ende bestand Einigkeit, dass damit Themen wie Sexismus, Antisemitismus usw. außen vor bleiben würden. Die Arbeitsgruppe entschied sich daher für den Oberbegriff Diskriminierung. Der Begriff Rassismus ist natürlich nicht aus unserem Stadion verbannt und wird sicherlich im Rahmen von #stehtauf noch häufig Verwendung finden."

Kritik am Austausch der Banner haben die Königsblauen erwartet. Dazu teilten sie mit: "Wir können und werden aber nicht jede Entscheidung und geplante Aktion, sei es die Banner, die Anlaufstelle oder weitere Projekte im Rahmen von #stehtauf ändern oder ganz einstellen. An den Projekten haben viele Mitarbeiter in den letzten Monaten gearbeitet und der Verein steht hinter diesem Engagement." (PM/aer)

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