Einzelkritik

Schalke blamiert sich gegen Bremen - zweimal Note 6

Verzweifelt: Schalkes Zugang Vedad Ibisevic vergab eine der wenigen Chancen.

Verzweifelt: Schalkes Zugang Vedad Ibisevic vergab eine der wenigen Chancen.

Foto: Getty

Gelsenkirchen.  Schalke zeigt gegen Bremen eine desolate Leistung. Beide Innenverteidiger bekommen nach der 1:3-Niederlage eine glatte Sechs. Die Einzelkritik

Ralf Fährmann: Wenn das so weitergeht, wird er die Schießbude der Liga - ohne dass er etwas dafür kann. Bei den drei Gegentoren war für ihn nichts zu machen, die gingen auf das Konto der Vorderleute. Note 3

Sebastian Rudy: Er mag ja in einer dominant auftretenden Mannschaft ein brauchbarer rechter Verteidiger sein, aber nicht auf Schalke, wo er permanent in defensive Zweikämpfe verwickelt wird. Der Gegner muss ihn einfach nur unter Druck setzen - dann ist Holland in Not. Note 5

Ozan Kabak: Eigentlich ein Zweikampfmonster, aber auch davon sieht man nichts mehr. Einige Male zu spät - so flog er mit Gelb-Rot vom Platz. Verursachte wie schon in München einen Foulelfmeter. Einmal spuckte er in der Nähe eines Bremers zu Boden - auch das kam nicht gut an. Note 6

Benjamin Stambouli: Als Abwehrchef die Sollbruchstelle. Keine Ballsicherheit, keine Geschwindigkeit und beim 0:2 auch mit schlechtem Stellungsspiel. Diese Verfassung kann eigentlich nur mit seiner langen Verletzungspause zu tun haben. Zur Halbzeit musste er raus. Note 6

Bastian Oczipka: Passt als Pendant auf links ganz gut zu Rudy auf rechts. Punkten kann er bestenfalls mit Flanken, aber nicht mit Zweikampfstärke und verlässlicher Defensive. Note 5

Omar Mascarell: Gab sein Profi-Comeback nach langer Verletzungspause. Mit ihm gab’s wieder den Aufbau über die Dreierkette und vielleicht ein bisschen mehr Ballsicherheit, aber trotzdem keine Stabilität. Und auch herzlich wenig Ideen. Note 4,5

Nabil Bentaleb: Wenn sich die Mannschaft an seinem Spiel aufrichten soll, dann gute Nacht Schalke. Sein Ballverlust in der 29. Minute, mit dem er einen Bremer Konter ermöglichte, war töricht. Und wie so viele Schalker holte er sich auch eine Gelbe Karte ab. Note 5

Nassim Boujellab: Hätte in der 55. Minute zwingend den Anschlusstreffer machen müssen, sein Schuss wurde aber zur Ecke abgeblockt. Der Junge, der in der letzten Woche noch in der U23 spielen musste, war aber nicht der schlechteste Schalker. Note 4,5

Mark Uth: Ja, er forderte in der Offensive die Bälle und verteilte sie artig - aber was kam dabei herum? Wenigstens traf er in der Nachspielzeit zum 1:3 - Schalkes erstes Saisontor. Kurios: Beim Gegentor zum 0:1 reklamierte er Abseits - dabei stand er selbst auf der Linie und hob das auf… Note 4,5

Benito Raman: Bekam seine Chance von Anfang an als zweite Spitze - sein Arbeitsprotokoll waren immerhin drei Torschüsse, womit er aber keine Gefahr ausstrahlte. Zur Halbzeit musste er wieder raus. Note 5

Goncalo Paciencia: Richtig Bindung zum Spiel fand der Ex-Frankfurter nicht. Mit gutem Willen konnte man ihm eine Kopfballchance zuschreiben, die Pavlenka zum Eingreifen zwang (43.). Note 5

Salif Sané (ab 46.): Nach seiner Einwechslung für Stambouli deutlich resoluter und entschlossener. Note 4,5

Vedad Ibisevic (ab 46.): Kam zur zweiten Halbzeit für Raman und hätte in der 53. Minute einen guten Einstand feiern können - er köpfte aber freistehend am Tor vorbei. Eigentlich sollte er solche Chancen nutzen. Note 4,5

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