DFB-Pokal

S04-Manager Heidel trifft auf seinen Freund Martin Schmidt

Freunde aus Mainzer Zeiten: Der heutige Schalker Manager Christian Heidel (links), Wolfsburgs Trainer Martin Schmidt (Mitte) und S04-Sportdirektor Axel Schuster.

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Freunde aus Mainzer Zeiten: Der heutige Schalker Manager Christian Heidel (links), Wolfsburgs Trainer Martin Schmidt (Mitte) und S04-Sportdirektor Axel Schuster. Foto: imago

Gelsenkirchen.   Das Viertelfinale zwischen Schalke und Wolfsburg ist auch ein Treffen alter Bekannter. Naldo und Caligiuri gewannen 2015 mit dem VfL den Pokal.

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Daniel Caligiuri steht mit Wolfsburgs defensivem Mittelfeldspieler Josuha Guilavogui in SMS-Kontakt, Naldo hat in den vergangenen Tagen keine Gelegenheit ausgelassen, um zu betonen, wie sehr sein Herz noch für den VfL Wolfsburg schlägt, für den Verein, für den er von 2012 bis 2016 spielte. Für beide Schalker ist das Viertelfinale im DFB-Pokal am heutigen Mittwochabend gegen den VfL Wolfsburg ein Wiedersehen mit den alten Mannschaftskollegen.

Fünf Spieler, mit denen Naldo und Daniel Caligiuri nach dem gewonnenen DFB-Pokalfinale vor drei Jahren gegen Borussia Dortmund eine große Sause starteten, stehen noch im Kader der Wölfe, die in der Bundesliga den eigenen Erwartungen allerdings hinterherhinken. Wieder einmal.

Heidel beförderte Schmidt zum Chef

Daran hat auch der Trainerwechsel im September nichts geändert. Für Andries Jonker übernahm Martin Schmidt, der wiederum ein guter alter Bekannter von Schalkes Sportvorstand Christian Heidel und Sportdirektor Axel Schuster ist. Heidel war es, der den Schweizer 2010 aus der U21 des FC Thun als Trainer der U23 nach Mainz holte und ihn im Februar 2015 zum Cheftrainer der Profis beförderte. Schmidts Co-Trainer bei den 05’ern war übrigens Peter Perchtold, der seit Sommer Co-Trainer von Domenico Tedesco auf Schalke ist.

In Mainz feierten Schmidt und Heidel im Mai 2016 den direkten Einzug in die Gruppenphase der Europa League. „Mainz 05 hatte mit Martin Schmidt den größten Erfolg der Vereinsgeschichte“, sagt der Schalker Manager, der den Kontakt zu Schmidt im Vorfeld des Pokalspiels nicht bewusst sucht. Auf die Frage, ob Martin Schmidt besonders motiviert sein wird, seinem alten Chef den Mittwochabend zu versauen, antwortet Heidel: „Martin und ich sind Freunde. Ich denke nicht, dass er mir etwas Böses wünscht. Für mich ist es alles andere als ein Spiel gegen Martin Schmidt. Dafür schätzen und mögen wir uns viel zu sehr.“

Sportdirektor Axel Schuster, der Heidel vor anderthalb Jahren nach Schalke folgte, sagt über den Wolfsburger Trainer, dass er sehr außergewöhnliche Hobbys hat: Schmidt sei Rennen in der DTM gefahren und habe an Highspeed-Skirennen teilgenommen. „Er hat eine große Lebenserfahrung und findet zu jedem Spieler den Schlüssel. Er schaut über den Fußball-Tellerrand hinaus.“ Dass es gar Überlegungen gab, Schmidt als Cheftrainer nach Schalke zu holen, verneint Schuster allerdings: „Es war unser Versprechen, dass wir nicht vorhaben, Mainz auseinanderzureißen. Es war im Vorfeld klar, dass wir nichts machen werden, was die Mainzer Situation erschweren würde.“

Trotz aller Vorfreude aufs Wiedersehen steht spätestens ab 20.45 Uhr das Pokal-Viertelfinale im Vordergrund. Schalkes Trainer Domenico Tedesco spricht von einem Gegner, der in der Defensive sehr stabil steht. Mit 25 Gegentoren hat der VfL, der in der Liga vier Punkte vom Relegationsplatz entfernt auf Tabellenplatz 13 steht, die drittbeste Abwehr der Liga. Tedesco weiß aber auch im die Qualität der Wolfsburger im Spiel nach vorne. „Mit der Verpflichtung von Admir Mehmedi haben sie einen Spieler in den Reihen, der für den Unterschied sorgen kann“. Für den Schweizer Nationalspieler haben die Wolfsburger in der Winterpause zehn Millionen Euro an Bayer 04 Leverkusen überwiesen.

Tedesco ergänzt: „Von Mehmedis Qualität haben die Wolfsburger einige Spieler: Yunus Malli, Daniel Didavi, auch Maxi Arnold. Das sind ballsichere Spieler, die es schaffen, den Gegner zu bewegen. Wolfsburg schafft es so immer wieder, das Zentrum zu überladen.“

Diese Erfahrung mussten die Schalker vor vier Monaten bereits selbst machen, als die Wolfsburger beim 1:1 in der Bundesliga einen Punkt aus der Arena mitnahmen.

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