WM-Qualifikation

Nur zwei Schalker fahren direkt zur WM

Ihn wird man bei der WM sehen - und zumindest bis zum 30. Juni auch als Schalker: Leon Goretzka.

Foto: imago

Ihn wird man bei der WM sehen - und zumindest bis zum 30. Juni auch als Schalker: Leon Goretzka. Foto: imago

Gelsenkirchen.   Goretzka und Nastasic können sich schon auf einen Sommer in Russland freuen. Embolo und Harit sind in der Warteschleife, vier schon gescheitert.

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„Das sind nicht so viele, wie man gerne hätte“: So kommentiert Ex-Nationalspieler Olaf Thon (51) die Tatsache, dass bisher erst zwei Schalker Spieler mit ihren Nationalmannschaften das Ticket für die Weltmeisterschaft im kommenden Jahr in Russland fest gebucht haben. Nur Leon Goretzka (mit Deutschland) und Matija Nastasic (mit Serbien) dürfen sich schon jetzt auf einen Sommer in Russland freuen, vier andere Schalker Spieler sind mit ihren Teams dagegen in der Qualifikation auf der Strecke geblieben. „Das ist schade“, findet Thon, „denn erfolgreiche Nationalspieler sind ja auch immer Aushängeschilder für ihren Verein Schalke 04.“

Chance für Embolo und Harit

Allerdings befinden sich zwei Schalker noch in der Warteschleife für die WM: Breel Embolo kann mit der Schweiz in den Play-offs im November noch das Ticket buchen und Amine Harit hat mit Marokko ebenfalls gute Chancen. Der frühere französische Junioren-Nationalspieler hatte sich kürzlich entschieden, künftig für Marokko zu spielen und absolvierte jetzt während der Länderspiel-Periode seine ersten beiden A-Länderspiele. Marokko führt seine Gruppe der Afrika-Qualifikation an. Thon ist überzeugt, dass sich das Kontingent der Schalker WM-Fahrer somit noch erhöhen wird: „Embolo wird es mit der Schweiz sicher noch schaffen.“ Bei der 0:2-Niederlage im entscheidenden Gruppenspiel der Schweizer in Portugal wurde der Stürmer nach 66 Minuten eingewechselt.

Dennoch ist die Zwischenbilanz der Schalker Nationalspieler nicht gerade berauschend: Für den Algerier Nabil Bentaleb, den Ukrainer Yevhen Konoplyanka und die beiden Österreicher Guido Burgstaller und Alessandro Schöpf steht schon jetzt fest, dass sie sich im nächsten Sommer etwas anderes vornehmen können – bei der WM sind sie nicht dabei. Auch wenn sich Burgstaller darauf schon länger einstellen konnte, klagte er am Mittwoch nach seiner Rückkehr nach Schalke, der Stachel über die verpasste WM-Teilnahme würde „sehr tief“ sitzen: „Aber ich bin froh, dass es wenigstens Matija mit den Serben geschafft hat“.

Lob für Nastasic

Natasic’ Serben spielten mit Burgstallers Österreichern in einer Gruppe – allerdings kam der angeschlagene Schalker Abwehrspieler im abschließenden Spiel der Serben beim 1:0-Sieg gegen Georgien nicht zum Einsatz. Thon findet, dass Nastasic das WM-Ticket verdient hat: „Er spielt unauffällig, wird dabei oft unterschätzt. Die WM-Teilnahme wertet ihn auf.“

Besonders angetan hat Thon in der WM-Qualifikation allerdings „der lockere Spaziergang“ der deutschen Mannschaft: „Darauf kann man stolz sein, auch wenn nicht so viele Schalker dabei sind. Aber wir werden ja vertreten sein, weil Leon Goretzka bis zum 30.6. auf jeden Fall noch bei uns unter Vertrag ist.“

Ein Zeichen

Dass Goretzka aber womöglich der einzige Schalker im DFB-Team ist, kann man auch als Zeichen für den gegenwärtigen Zustand der Königsblauen auslegen. Thon: „Es werden auch immer eher Spieler von Spitzenmannschaften nominiert, als vom Neunten oder Zehnten der Tabelle.“

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