Goretzka

Neururer fordert: Schalke muss Goretzka schützen

Trainer Peter Neururer (r.) lernte Leon Goretzka beim VfL Bochum kennen.

Trainer Peter Neururer (r.) lernte Leon Goretzka beim VfL Bochum kennen.

Foto: Udo Kreikenbohm / FUNKE Foto Services

Essen.  Der Wechsel von Schalkes Leon Goretzka zum FC Bayern München steht offenbar kurz bevor. Wir haben darüber mit Trainer Peter Neururer gesprochen.

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Peter Neururer, von 1989 bis 1990 Trainer des FC Schalke 04, verteidigt den Schritt von Leon Goretzka, der im kommenden Sommer offenbar zum FC Bayern München wechselt. „Ich kenne Leon aus meiner gemeinsamen Zeit mit ihm beim VfL Bochum. Er hat sich diese Entscheidung nicht leicht gemacht, sollte er sie so getroffen haben. Aber am Ende müsste man ihn verstehen. Er ist sehr ehrgeizig und will den nächsten Schritt in seiner Karriere gehen“, sagt Neururer im Gespräch mit unserer Zeitung.

Neururer über Schalke-Manager Heidel: "Bisher hat er sich super verhalten"

Das möglicherweise bessere finanzielle Angebot des Rekordmeisters sei bei der Entscheidung Goretzkas dabei nicht ausschlaggebend gewesen. „Leon wechselt nicht den Klub, weil er woanders mehr verdienen kann“, sagt Neururer, „das entspricht nicht seinem Charakter. Der Junge denkt nur daran, wie er besser werden kann.“

Neururer hofft, dass die Schalker-Klubverantwortlichen den Nationalspieler gegen möglicherweise aufkommende Kritik der Fans schützen werden: „Schalkes Manager Christian Heidel hat sich bislang super verhalten. Ich hoffe, dass er seiner Linie treu bleibt und sich nun auch vor den Spieler stellt und ihn schützt. Denn eines ist sicher: Leon wird sich bis zum letzten Spiel für Schalke zerreißen.“

Etwas anderes habe der Spieler auch nicht verdient, sagt Neururer: „Man könnte und dürfte ihm keinen Vorwurf machen. Sein Vertrag läuft aus, er kann ablösefrei zu einem anderen Klub wechseln. Das ist völlig legitim. Daraus könnte man ihm keinen Strick drehen.“

Natürlich wäre ein Verlust „jammerschade“. „Leon gehört bereits heute zu den besten Spielern. Dabei hat er noch längst nicht sein Potenzial ausgeschöpft. Deshalb ist für mich klar, dass er DER Superstar des deutschen Fußballs wird.“

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