Schalke

Nach Kehrer-Deal: Schalke wurden über 50 Spieler angeboten

Pokerface: Schalkes Sportvorstand Christian Heidel.

Pokerface: Schalkes Sportvorstand Christian Heidel.

Foto: firo

Gelsenkirchen.  Für 37 Millionen Euro wechselt Thilo Kehrer von Schalke 04 zu Paris St. Germain. Ob Schalke einen Nachfolger verpflichtet, steht noch nicht fest.

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Das übliche Spielchen hat gleich am Tag danach begonnen: Mindestens 50 Innenverteidiger aus der ganzen Welt sind Schalke am Montag angeboten worden – bekannte und eher unbekannte, teure und vergleichsweise günstige. Berater bringen ihre Schützlinge in Stellung, weil Schalke durch den 37-Millionen-Euro-Transfer von Thilo Kehrer zu Paris Saint-Germain plötzlich auf einem Haufen Geld sitzt und vermeintlich einen Nachfolger verpflichten muss. Dabei stellt Manager Christian Heidel im Gespräch mit der WAZ klar: „Es ist überhaupt noch nicht entschieden, ob wir einen neuen Innenverteidiger holen.“

Vier Spieler für die Dreierkette hat Schalke derzeit: Naldo, Salif Sané, Benjamin Stambouli und Matija Nastasic – dazu gilt der vielseitige Weston McKennie als Option für die Defensive. Wahrscheinlicher ist derzeit, dass auf der linken Seite noch ein Neuzugang kommt, weil der verletzte Bastian Oczipka zumindest bis in den Oktober ausfällt. Am Montag tagten Schalkes Bosse in großer Runde, sie wollen sich bei der Kandidatenschau Zeit lassen und „keinen Schnellschuss“ (Trainer Tedesco) machen. Ihr Vorteil: Durch die bereits vor drei Wochen begonnenen Geheim-Gespräche mit PSG über Kehrer konnte sich Schalke auf die Situation vorbereiten. Außerdem sind nach dem derzeitigen Stand bis auf Oczipka alle Spieler zum Bundesligaauftakt in elf Tagen in Wolfsburg fit.

Von Schalke nach Paris: Kehrer beim Medizincheck

Am Montag flog Thilo Kehrer nach Paris, wo er an diesem Dienstag den Medizincheck absolvieren wird – eine Formalie. Heidel wirkte in seinem Büro entspannt und sagte mit Blick auf die vielen Angebote, die ihm auf den Tisch flattern: „Es ist nicht so, dass wir unter Zwang sind, das Geld unter die Leute bringen zu müssen. Man kann auch mal Geld auf dem Konto liegen lassen.“

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