FC Schalke 04

Moukoko-Beleidigung: Geldstrafe und Auflagen für Schalke

Der 15-jährige BVB-Stürmer Youssoufa Moukoko (l.) behauptet im U19-Derby gegen Schalke den Ball gegen Arbnor Aliu.

Der 15-jährige BVB-Stürmer Youssoufa Moukoko (l.) behauptet im U19-Derby gegen Schalke den Ball gegen Arbnor Aliu.

Foto: Thorsten Tillmann / ffs

Gelsenkirchen.  Der Eklat beim U19-Derby zwischen Schalke und dem BVB hat Folgen für die Königsblauen. Das Sportgericht verurteilt S04 zu einer Geldstrafe.

Nach Zuschauer-Beleidigungen gegen Borussia Dortmunds Juniorenstürmer Youssoufa Moukoko muss der FC Schalke 04 eine Geldstrafe bezahlen und weitere Auflagen erfüllen. Dies teilte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) nach einem Urteil des Sportgerichts am Montag mit. Schalke wurde demnach mit einer 6000-Euro-Strafe belegt, von denen 2000 Euro für „konkrete Maßnahmen im Kampf gegen Rassismus und Diskriminierung“ verwendet werden können. Der 15-jährige Moukoko war bei einem A-Junioren-Bundesliga-Spiel am 18. Oktober in Gelsenkirchen, das der BVB mit 3:2 gewann, von Zuschauern massiv beschimpft und beleidigt worden.

Das Sportgericht ordnete an, dass Schalke die Anzahl der Ordner für Junioren-Spiele gegen Dortmund bis zur Saison 2022/2023 auf mindestens 20 erhöhen muss. Zudem soll ein Ordnungsdienst-Konzept erarbeitet werden, „das effektives und angemessenes Einschreiten bei Beleidigungen aus dem Zuschauerbereich beinhaltet“. Der FC Schalke hat dem Urteil bereits zugestimmt.

Dortmunds Ausnahmetalent hatte sich unmittelbar nach dem Spiel zu den Anfeindungen geäußert. "Ihr könnt mich hassen und beleidigen, aber ihr werdet mich niemals unterkriegen“, schrieb er bei Instagram über den Vorfall.

Schalke: Ermittlungen zur Aufklärung dauern an

Auch Schalke 04 hatte schnell reagiert und sich von den Beleidigungen gegen den BVB-Spieler distanziert, der das Revierderby mit einem Dreierpack zugunsten der Dortmunder entschieden hatte. Sportvorstand Jochen Schneider kündigte an, dass sich Schalke intensiv um die Ermittlung der Zuschauer bemühen werde. Die strafrechtlichen Ermittlungen zur Aufklärung dauern an, Schalke 04 ist diesbezüglich im engen Austausch mit der Polizei Gelsenkirchen.

Im Vorfeld des Bundesliga-Spiels gegen Union Berlin, das wenige Stunden später angepfiffen wurde, hatten sowohl Jochen Schneider, Vorstand für Sport und Kommunikation, als auch Chef-Trainer Manuel Baum konkret Stellung zu den Vorfällen bezogen und verdeutlicht, dass Beleidigungen jedweder Art auf Schalke nicht toleriert und akzeptiert werden. "Der FC Schalke 04 positioniert sich seit Jahren entschlossen gegen Rassismus, Ausgrenzung und Diskriminierung – im Stadion und darüber hinaus. Seit der vergangenen Saison bündelt der S04 dieses Engagement ganz konkret unter dem Titel #stehtauf", heißt es in einer Erklärung der Schalker zum Fall Moukoko. (fs mit dpa)

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben