Schalke 04

Schalke-Manager Heidel: „Mark hat jetzt wieder den Uth-Lauf“

Mark Uth

Mark Uth

Foto: firo

Gelsenkirchen.   Schalkes Manager Christian Heidel lobt Stürmer Mark Uth vor dem Bundesliga-Spiel bei Eintracht Frankfurt am Sonntagabend.

Manchmal sagen Bilder mehr als tausend Worte. Als Schalkes Stürmer Mark Uth von seiner Nominierung für die deutsche Nationalmannschaft für die beiden Länderspiele gegen Russland (15. November in Leipzig) und das Nations-League-Rückspiel gegen Holland (19. November in Gelsenkirchen) erfuhr, postete er im sozialen Netzwerk Instagram ein Foto von sich aus seinem Länderspiel-Debüt gegen Holland (0:3). Dazu packte Uth ein Emoji mit gefalteten Händen, um seine Dankbarkeit und seinen Stolz auszudrücken.

Bundestrainer Joachim Löw honoriert den Einsatz des Schalker Neuzugangs, der sich nach wochenlanger Flaute nun allmählich warmgeschossen hat und auf den auch am Sonntag (18 Uhr/Sky) im Bundesliga-Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt die Schalker Torhoffnungen ruhen. Uth traf für die Königsblauen im Pokalspiel gegen den 1. FC Köln, als er beim 7:6 nach Elfmeterschießen vom Punkt aus die Nerven behielt. Und auch beim 2:0 in der Bundesliga über Hannover 96 war er treffsicher. Dazu markierte der Offensivmann in der Champions League einen Treffer beim 2:0 über Galatasaray Istanbul.

Auch Rudy im Aufwind

Mark Uth hat im S04-Dress Fahrt aufgenommen. Bei Sebastian Rudy zeigt die Leistungskurve noch nicht ganz so steil nach oben wie bei Uth, aber auch der von Bayern München verpflichtete Mittelfeldspieler (Ablösesumme 16,5 Millionen Euro) zeigt mehr und mehr Präsenz. Domenico Tedesco: „Dass Sebastian Rudy und Mark Uth zur Nationalmannschaft eingeladen wurden, sorgt bei mir als Trainer für ein lachendes und ein weinendes Auge. Für die beiden Spieler freut es mich sehr. Es gibt nichts Größeres, als für sein eigenes Land Fußball zu spielen. Aber andererseits hätte ich sie auch gerne hier auf Schalke im Trainingsbetrieb gehabt.“ Tedesco hätte das Testspiel in St. Petersburg, zu dem die Schalker am 18. November um 16 Uhr antreten werden, zum noch besseren Einspielen mit Uth und vor allem Rudy nutzen können.

Während der Einsatzradius von Sebastian Rudy im defensiven Mittelfeld relativ begrenzt ist, ergeben sich bei Mark Uth zahlreiche Variationsmöglichkeiten für den Schalker Fußball-Lehrer. „Eigentlich haben wir ihn als Neuner geholt“, räumt Domenico Tedesco ein, „er kann auch als Siebener oder Elfer spielen – oder wie zuletzt auf der Achter-Position. Mark hat gegen Hannover vorne angefangen, im Spielverlauf haben wir ihn dann etwas zurückgezogen.“

Uth findet Gefallen am Positionswechsel

Der ehemalige Hoffenheimer hatte in dieser Rolle beim 0:0 im Champions-League-Hinspiel bei Galatasaray Istanbul Ausrufezeichen gesetzt und sich für weitere Einsätze auf der Position empfohlen. „Mark ist ballsicher und steckt die Bälle geschickt durch. Er macht es sehr intelligent“, lobt Tedesco. Uth selbst scheint Gefallen am Stellentausch gefunden zu haben: „Eigentlich bin ich ja Stürmer. Aber als Achter fühle ich mich ganz wohl, da kann ich Dinge kreieren.“

Heidel staunt über Mark Uth

Während der Schalker Trainer durchaus dafür bekannt ist, bei Spielern neue Ideen zu entwickeln und sie auf ungewohnten Positionen auflaufen zu lassen, gerät Manager Christian Heidel spürbar ins Staunen. „Ich wusste gar nicht, dass Mark es so spielen kann. Wenn er im Mittelfeld zum Einsatz kommt und von dort aus Tore macht, dann ist doch alles gut.“ Der 55-jährige Funktionär glaubt fest daran, dass die anfängliche Blockade nun gelöst ist. „Er hat jetzt wieder den Uth-Lauf, den er in Hoffenheim hatte. Ich hoffe, dass der Lauf noch länger anhält.“

Auf Uths Ideen und Torriecher wird es auch am Sonntag in Frankfurt ankommen. Schalke hat die gröbsten Sorgen, die nach fünf Klatschen zum Start entstanden sind, erst einmal abgefedert. „Mit jedem Erfolgserlebnis wird es ein bisschen einfacher“, sagt Heidel, „wir haben von den letzten neun Pflichtspielen nur eine Partie verloren. Wir dürfen uns darauf nicht ausruhen, weil es sonst wieder in die andere Richtung laufen kann.“ Der Manager schärft den Blick: „Wir müssen knallhart weiterarbeiten.“

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