Schalke

Mainz 05 ist eine Stolperfalle für Schalke-Manager

Andreas Müller war von 2006 bis 2009 Manager des FC Schalke 04.

Andreas Müller war von 2006 bis 2009 Manager des FC Schalke 04.

Foto: Felix Hoffmann

Gelsenkirchen.  Vor einem Jahr erklärte Christian Heidel nach dem 0:3 in Mainz seinen Rücktritt, vor elf Jahren musste Andreas Müller nach dem Pokal-Aus gehen.

Ob Jochen Schneider, der Sportvorstand des FC Schalke 04, weiß, dass zwei seiner Vorgänger schon in Mainz gescheitert sind? Erst vor einem Jahr war es Christian Heidel, der nach der 0:3-Pleite in der Opel-Arena am 23. Februar zurücktrat. „Ich kann mich nicht hinstellen und sagen, ich stehe für Ruhe, wenn ich der Auslöser für Unruhe bin“, sagte der damals 55-Jährige und betonte auch, dass seine Entscheidung bereits vor dem Spiel in Mainz gefallen sei.

Zehn Jahre zuvor war Andreas Müller als Manager des FC Schalke 04 das Viertelfinale im DFB-Pokal im Mainzer Stadion am Bruchweg zum Verhängnis geworden. Es war der 3. März 2009, ein Dienstagabend, als die Königsblauen beim Zweitligisten nach einem Treffer von Aristide Bancé in der 88. Minute mit 0:1 verloren und rausflogen.

Andreas Müller: Torschütze des Jahres 1991

„Entweder man hat ein klares Bekenntnis zur Sportlichen Führung, oder man hat keines“, sagte Andreas Müller damals vor laufenden Fernseh-Kameras. „Das muss man dann auch richtig nach draußen dokumentieren. Aber nach jedem Spiel Schuldzuweisungen abzugeben, ist albern.” Eine Provokation Richtung Aufsichtsrat des Mannes, der am 17. Mai 2006 die Nachfolge von Rudi Assauer angetreten hatte?

Hartnäckig schloss Andreas Müller anschließend aus, seinen Posten zu räumen. „Eines steht felsenfest: Ich werde hier niemals zurücktreten“, sagte der Torschütze des Jahres von 1991, der mit dem VfB Stuttgart 1984 Deutscher Meister war und 1997 zu den Schalker Eurofightern gehörte, die im Mailänder Giuseppe-Meazza-Stadion den Uefa-Pokal nach Gelsenkirchen holten.

Zwar saß Andreas Müller am Freitag darauf im Bundesliga-Spiel gegen den 1. FC Köln – 1:0, Torschütze Jermaine Jones – noch auf der Bank, wurde aber am Montag (9. März) nach einem Gespräch mit Clemens Tönnies von seinem Amt freigestellt. Nach insgesamt 21 Jahren Schalke – als Spieler, Teammanager und Manager. „Wir haben ihm den Rücktritt nahegelegt. Aber das hat er nicht angenommen“, sagte der Chef des Aufsichtsrates. Trainer Fred Rutten durfte bleiben. (AHa)

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