Schalke

Kommt Rudy? Schalke lässt sich nicht in die Karten schauen

Schalkes Trainer Domenico Tedesco

Schalkes Trainer Domenico Tedesco

Foto: firo

Gelsenkirchen.  Schalkes Trainer Domenico Tedesco hielt sich am Dienstagabend in München auf. Ging es um Sebastian Rudy? Tedesco sagte dazu nichts.

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Die Fotos aus der "Bild"-Zeitung konnte Schalke-Trainer Domenico Tedesco gar nicht leugnen. Zu sehen waren Tedesco, Co-Trainer Peter Perchtold und Videoanalyst Lars Gerling am Münchener Flughafen. Der Gedanke, das Schalke-Trio könnte sich mit Bayern-Mittelfeldspieler Sebastian Rudy getroffen haben, liegt nahe. Dass er in München war, gab Tedesco zu. Auch, dass es sich um einen beruflichen Aufenthalt handelte. "Wir waren da nicht aus Vergnügen. Dafür haben wir keine Zeit. Alles andere sind Spekulationen, an denen ich mich nicht beteilige", sagte Tedesco dazu.

Schalkes Sportvorstand Heidel: Kein Kontakt zum FC Bayern

Sportvorstand Christian Heidel nahm die Bilder mit Humor. "Mich stört, dass keiner fragt, warum ich nicht dabei war", schmunzelte Heidel am Mittwochmittag bei der Pressekonferenz vor dem DFB-Pokalspiel beim 1. FC Schweinfurt 05 (20.45 Uhr). Immerhin muss Heidel die Zahlen mit den Kandidaten ausverhandeln. Auch Heidel sagte nichts über Rudy, sondern nur, dass er aktuell keinen Kontakt zum FC Bayern München aufgenommen habe, um Konditionen zu erfragen. "Richtig ist, dass ich vor drei oder vier Monaten bei einer Tagung mit Sportdirektor Hasan Salihamidzic zusammenstand und dabei der Name Rudy fiel. Mehr gab es da nicht", sagte Heidel.

Ohnehin, sagen Tedesco und Heidel, suchen sie eher einen linken Außenverteidiger, da Bastian Oczipka noch bis Oktober fehlt und Abdul Rahman Baba noch nicht fit genug ist. "Wir werden sicherlich noch etwas machen. Wir haben aber nur Bauchschmerzen auf der linken Seite", sagt Heidel und ergänzte, Schalke stünde schon in konkreten Verhandlungen mit Kandidaten. Im defensiven Mittelfeld - auf Rudys Spezialposition - stehen Schalke bereits Nabil Bentaleb, Omar Mascarell, Suat Serdar und Weston McKennie zur Verfügung. Aushelfen könnten Benjamin Stambouli und Salif Sané - genug Spieler.

37 Millionen Euro bekommen die Schalker für den Transfer von Innenverteidiger Thilo Kehrer - komplett reinvestiert wird das Geld nicht unbedingt. "Ich bin nicht der Trainer, der sagt: Wir haben was eingenommen - und das müssen wir sofort wieder ausgeben. Wir haben einen sehr guten Kader, einen guten Mix", sagt Tedesco. Dass Schalke einen neuen Innenverteidiger holt, findet Tedesco unnötig. "Wir haben auch ohne Thilo insgesamt fünf Alternativen für drei Positionen. Spielen wir Viererkette, brauchen wir nur zwei Innenverteidiger."

Und nicht weit entfernt von München ist Augsburg. Dort verteidigt Philipp Max auf der linken Seite, der Sohn von Schalke-Legende Martin Max. Ging es bei Tedescos Besuch um ihn? Auch das blieb am Mittwochmittag offen.

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