Kommentar

Schalke: Umgang mit Fahrern zeigt soziale Härte des Klubs

Das Motto "Wir leben dich" wird von vielen Fans und Mitarbeitern des Vereins praktiziert - Schalke 04 selbst zeigte sich jedoch zuletzt unsozial.

Das Motto "Wir leben dich" wird von vielen Fans und Mitarbeitern des Vereins praktiziert - Schalke 04 selbst zeigte sich jedoch zuletzt unsozial.

Foto: firo

Gelsenkirchen.  Der FC Schalke 04 hat altgedienten Fahrern gekündigt. Sie gehören zu jenen, die "Wir leben Schalke 04" täglich praktizieren. Ein Kommentar.

Die sportliche Talfahrt des FC Schalke 04 hält seit Monaten an. Jetzt scheint sich im Verein auch ein sozialer Abstieg deutlich abzuzeichnen.

Die Verantwortlichen offenbaren zweierlei: In erster Linie scheinen sie den 13-köpfigen Betriebsrat als Arbeitnehmervertretung nicht ernst zu nehmen. Doch auch ihre Sozialkompetenz entspricht nicht der eines fürsorglichen Arbeitgebers, der den Einsatz und den Verdienst seiner Mitarbeiter zu schätzen weiß. Schon in der Vergangenheit hatte der Verein keine Mühe, einer langjährigen Mitarbeiterin zu kündigen. Erst mit hartnäckigem Kampf vor dem Arbeitsgericht erhielt sie ihren Job als kaufmännische Angestellte zurück. Jetzt trifft es wieder Menschen ohne Lobby.

Ihre Arbeit wird kaum wahrgenommen

Es sind Kleinverdiener, die sich große Verdienste erworben haben, in der Öffentlichkeit aber kaum wahrgenommen werden. Der Verein sollte sich Gedanken darüber machen, ob er auch allen Mitarbeitern gleichen sozialen Schutz gewährt. Im Schoß der großen Familie müssen auch die Platz haben, die das Motto „Wir leben Schalke 04“ täglich praktizieren und Nachwuchsspielern vermitteln.

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