Hemmerich

Schalke-Leihspieler Hemmerich spricht über sein bewegendes Jahr

Besonderes Spiel: Das Duell zwischen dem VfL Bochum und Fortuna Düsseldorf (0:0) war ausverkauft – Luke Hemmerich spielte durch. 

Besonderes Spiel: Das Duell zwischen dem VfL Bochum und Fortuna Düsseldorf (0:0) war ausverkauft – Luke Hemmerich spielte durch. 

Foto: Udo Kreikenbohm

Hattingen.  Luke Hemmerich hat sich im Jahr 2017 sportlich weiterentwickelt. Der Schalke-Spieler lebt seinen Traum derzeit als Leihspieler beim VfL Bochum.

Für Luke Hemmerich war das Jahr 2017 etwas Besonderes. Denn der Wennische erhielt beim Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04 einen Profivertrag, nachdem er altersmäßig aus der A-Jugend der Knappen ausgeschieden war. Für die aktuell laufende Saison haben die Gelsenkirchener ihn an den Zweitligisten VfL Bochum verliehen. Beim Reviernachbarn sammelte er längst die ersten Pflichtspielminuten.

„Die Nachricht, dass ich bei den Profis dabei bin, war für mich die schönste im Jahr“, sagt Hemmerich, der die vergangenen zwei Jahre in der Schalker Jugend unter Trainer Norbert Elgert sehr genossen hat. Er war zuletzt Stammspieler in der A-Jugend, spielte mit Schalke im Sommer das End­turnier um die Deutsche Meisterschaft mit. Im Halbfinale verloren die Königsblauen allerdings gegen den FC Bayern München. Hemmerich erzielte im Rückspiel ein Tor, womit er sein Team noch in die Verlängerung schoss. „Ich denke, ich konnte mich auf Schalke sehr weiterentwickeln. Ich habe auch etwas für das Leben mitgenommen.“

Der Einstieg ins Profigeschäft verlief fast nahtlos

Der Einstieg ins Profigeschäft verlief in den Augen des 19-Jährigen fast nahtlos. „Man ist mit den älteren Spielern zusammen und das Niveau ist auch ein anderes. Aber vieles ähnelt sich, die Abläufe bleiben in der Regel gleich“, beschreibt Luke Hemmerich den Schritt.

Mit Schalke erlebte er die komplette Vorbereitung auf eine Bundesliga-Saison, samt Asienreise und Trainingslager in Österreich. „Es hat richtig Spaß gemacht, mit den Profis zu spielen, die man sonst nur im Fernsehen sieht“, erzählt Hemmerich, der Ende August an den VfL Bochum verliehen wurde.

Zunächst warf ihn ein Bänderriss zurück

Zunächst warf ihn ein Bänderriss zurück, doch der Jungprofi kämpfte sich an die Mannschaft des damaligen Trainers Ismail Atalan heran und bekam seinen ersten Einsatz auswärts gegen Holstein Kiel. „Ich bin in der 80. Minute eingewechselt worden und wusste, dass das Spiel im Prinzip gelaufen war. Es stand bereits 3:0 für Kiel. Daher war ich nicht allzu nervös. Ich habe mich über die Niederlage geärgert, mich gleichzeitig natürlich auch gefreut, dass ich meine Minuten bekommen habe.“

In der Zeit bekam Hemmerich viel Trubel an der Castroper Straße mit. Die Trainerentlassung, die Suspendierung von Kapitän Felix Bastians, die Ausgliederung der Profiabteilung und zuletzt auch den Stimmungsboykott der VfL-Ultras. „Ich habe immer versucht, mich auf meine Aufgabe auf dem Platz zu konzentrieren. Das hat höchste Priorität für einen Fußballer, um die beste Leistung zu bringen.“

Ausverkaufter Westschlager

So spielte er beim Westschlager gegen Fortuna Düsseldorf im Ruhrstadion 90 Minuten durch – unter dem neuen VfL-Trainer Jens Rasiejewski. „Die Hütte war voll, vor 27 600 Zuschauern zu spielen, war schon überragend. Man hat bei solchen Spielen immer ein Kribbeln im Bauch und ich habe Lust auf mehr.“ In den vergangenen vier Partien stand Hemmerich aufgrund muskulärer Probleme allerdings nicht im VfL-Kader. Dennoch wisse er, welche Rolle er im Team spielen kann.

Sein Traum war es bereits als Kind, Profifußballer zu werden. Dieses Ziel hat er von klein auf hart verfolgt, in der F-Jugend spielte er noch bei den Sportfreunden Niederwenigern, bevor er über Bayer Leverkusen und Rot-Weiß Essen zum FC Schalke 04 kam. „Ich lebe absolut meinen Traum und freue mich jeden Tag erneut, Fußball zu spielen.“

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