Schalke

Effenberg über Schalke: Tönnies hatte mir 2013 zugesagt

Ex-Fußballprofi Stefan Effenberg

Ex-Fußballprofi Stefan Effenberg

Foto: dpa

Gelsenkirchen.  Stefan Effenberg hatte im April 2013 die Zusage, Trainer des FC Schalke 04 zu werden. Das verriet der Ex-Nationalspieler in der Talkshow "Sky90".

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An den Abend des 28. April 2013 können sie einige Fans des FC Schalke 04 immer noch erinnern. In der Fußball-Bundesliga hatte Schalke gerade den Hamburger SV mit 4:1 geputzt, als "Bild" titelte, dass Stefan Effenberg ein heißer Trainer-Kandidat für eine mögliche Nachfolge des damaligen Trainers Jens Keller sei. Effenberg hatte zwar die Fußballlehrer-Lizenz, aber noch keine Erfahrung als Cheftrainer.

Effenberg: "Ein Handschlag ist für mich wie ein Vertrag"

Was daraus wurde, ist bekannt: Schalke beendete die Saison mit Ach und Krach auf dem vierten Platz, qualifizierte sich erneut für die Champions League und Effenberg kam nicht. Keller durfte bleiben.

Dabei hatte er, so erzählte es Effenberg am Sonntagabend in der TV-Talkshow "Sky90", schon die Zusage von Schalkes Aufsichtsratschef Clemens Tönnies, den Trainerjob von Keller zu übernehmen. Oft, so Effenberg, hätte er sich mit Tönnies getroffen und mit ihm verhandelt. "Am Ende", erzählt der 50-Jährige, "hat er mir die Hand gegeben und gesagt: ,Wir werden bald zusammenarbeiten'. Und ein Handschlag ist für mich wie ein Vertrag." Dass der Deal am Ende platzte, enttäuscht Effenberg noch heute. Zu Sky90-Moderator Patrick Wasserziehr sagte er: "Wärst Du da nicht enttäuscht?" Und es verwundert daher auch nicht, dass "Effe" in Tönnies einen der Hauptschuldigen für die aktuelle Krise sieht.

Effenbergs Trainer-Karriere begann erst am 13. Oktober 2015, als er den abstiegsbedrohten Zweitligisten SC Paderborn übernahm. Doch nur fünf Monate später musste Effenberg Paderborn im März 2016 wieder verlassen. Nicht nur die Erfolglosigkeit gab den Ausschlag für die Trennung. "Ich lasse es nicht zu, dass diesem Verein ein unseriöser Anstrich verpasst wird. Durch eine Hollywood-Welt, die nicht zu Paderborn passt. Ich möchte, dass dieser Verein der bleibt, der er auch vor Effenberg war", sagte Paderborns Präsident Wilfried Finke.

Eine zweite Trainer-Station gab es für Effenberg seitdem nicht. Er ist, sechs Jahre nach seinem Fast-Einstieg auf Schalke, TV-Experte - zum Beispiel bei Sky.

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