Schalke

DFB-Kapitän Manuel Neuer: Ohne mich wäre Schalke abgestiegen

Manuel Neuer.

Manuel Neuer.

Foto: firo

Essen.  Vor sieben Jahren hat Manuel Neuer Schalke verlassen und ist zum FC Bayern gegangen. Jetzt hat Neuer noch mal über seine S04-Zeit gesprochen.

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Manuel Neuer, Kapitän der deutschen Nationalmannschaft, hat im Interview mit der Sport-Bild über die Zeit im Jahr 2011 gesprochen, als er noch Schalke-Spieler war, sein Wechsel zum FC Bayern München aber bereits beschlossen war. Damals pfiffen ihn die königsblauen Anhänger gnadenlos aus. "Und das, obwohl ich eine Super-Leistung gebracht habe. Ich wurde Fußballer des Jahres", so Neuer im Interview. Und weiter: "Was ich damals nie gesagt hätte, aber meine Überzeugung ist: Wenn ich in der Saison 2010/2011 nicht auf diesem Niveau gespielt hätte, wären wir mit Schalke abgestiegen."

So wurde der FC Schalke 2011 Tabellenvierzehnter - 40 Punkte standen damals auf dem S04-Konto. Allerdings wurde der Revierklub in diesem Jahr auch DFB-Pokalsieger. Der letzte Titelgewinn. Auch weil die Schalker das Halbfinale beim FC Bayern sensationell mit 1:0 gewannen. Für Neuer war dies eine besondere Partie. Denn damals zeigten viele Bayern-Fans, dass sie den Torhüter nicht im Trikot des Rekordmeisters sehen wollen. Einige hielten deswegen "Koan Neuer"-Plakate hoch.

Schalke gewann im DFB-Pokal gegen den FC Bayern

"Das war ein ganz besonderes Spiel, aber psychologisch für mich nicht so belastend. Ich war noch nicht offiziell Bayern-Spieler, sondern ein Gegner", sagt Neuer, "als Torhüter wirst du oft von den Fans der anderen Klubs ausgepfiffen, von daher war das kein großes Ding". Allerdings seien die Münchner Verantwortlichen damals extra auf Neuer zugekommen und hätten sich entschuldigt. "Das sei nicht der FC Bayern, und ich solle mir keine Sorgen machen. So sah ich das auch", meint Neuer, "viel Schlimmer ist es, von eigenen Fans ausgepfiffen zu werden". Das hat er dann auf Schalke erlebt.

Derzeit befindet sich Manuel Neuer mit der deutschen Nationalmannschaft in Russland. Dort kämpft er als Kapitän gemeinsam mit seiner Mannschaft gegen das drohende Aus in der Vorrunde. Denn der DFB hat das erste Spiel gegen Mexiko 0:1 verloren. (las)

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