Fan-Geschichten

Dieser Schalke-Fan ist einfach immer dabei

Man kennt sich: Jürgen Hanspaul (links) und Schalke-Manager Christian Heidel.

Foto: MH

Man kennt sich: Jürgen Hanspaul (links) und Schalke-Manager Christian Heidel. Foto: MH

Mittersill/Gelsenkirchen.   Für Jürgen Hanspaul ist Schalke „wie eine kleine Familie“. Seit 1998 ist er fast zu jeder Reise angetreten - auch in dieser Saisonvorbereitung.

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Zehn Finger reichen schon lange nicht mehr aus, wenn man Jürgen Hanspaul fragt, wie oft er den FC Schalke 04 in ein Trainingslager begleitet hat. Seit 1998 ist er fast zu jeder Reise angetreten. Auch in diesem Jahr war er dabei. Anfang Juli ging es erst nach China, Von Ende Juli bis Anfang August dann ins Trainingslager nach Österreich in Mittersill. Nach China, sagt der 71-Jährige, will er allerdings nicht mehr. „Diese hohe Luftfeuchtigkeit macht mich echt fertig. Das ist nicht mehr meine Welt.“ Das Zimmer in seinem Stamm-Hotel Kogler im Ortskern von Mittersill wird für das nächste Jahr aber spätestens dann wieder gebucht, wenn die Schalker den Termin des Trainingslagers 2019 bekanntgegeben haben.

Alle kennen Jürgen Hanspaul

Gefallen hat es dem Gelsenkirchener, der im Ortsteil Rotthausen lebt, in diesem Jahr wieder sehr in der Ferienregion Hohe Tauern. Das Wetter war spitze, die Gastfreundschaft erneut groß, er hat einige Ausflüge unternommen und auch die Stimmung unter den rund 1200 Fans sei klasse gewesen. Und doch war dieses Trainingslager für Jürgen Hanspaul anders als all die anderen zuvor. Zum ersten Mal ist er ohne seine Frau Marlene gereist. Sie ist im April nach langer schwerer Krankheit verstorben. „Ich vermisse sie sehr. Allein in den vergangenen beiden Jahren in Mittersill haben wir so viel Schönes zusammen erlebt“, sagt Jürgen Hanspaul. Vor allem wenn er an die Feier der Goldenen Hochzeit vor zwei Jahren zurückdenkt, sammeln sich die Tränen in seinen Augen.

Jürgen ist den meisten Schalke-Fans, die in Mittersill dabei waren, gut bekannt. Auch seine Frau Marlene kannten sie. „Wir haben viel über sie gesprochen. Das tat gut. Wir haben unsere kleine Gruppe mit Fans, die wir schon seit vielen Jahren kennen und die sind wie eine kleine Familie“, sagt der Schalke-Fan, der nach der Abreise der Mannschaft am Montag noch ein paar Tage vor Ort geblieben ist. Durchschnaufen lautete die Devise. Jetzt freut er sich auf den Bundesligastart in gut zwei Wochen. Dass am Wochenende die Teams der Knappenschmiede wieder um Punkte spielt, begrüßt er sehr. Das verkürzt die Wartezeit, bis die Schalker am 25. August zum Saisonauftakt beim VfL Wolfsburg antreten.

Sané und Uth machen Eindruck

Sportlich traut Jürgen Hanspaul den Profis in der neuen Saison wieder was zu. Von den neuen Spielern, die er während der Trainingseinheiten in Mittersill besonders beobachtet hat, hat er einen guten Eindruck.

Allen voran von Salif Sanè. „Wenn Salif und Naldo die Innenverteidigung bilden, dürften wir wohl in jedem Spiel die Lufthoheit haben“, sagt er und lacht. Über Stürmer Mark Uth sagt der Gelsenkirchener: „Der wird einschlagen!“ Wohlwissend, dass es schon so einige Spieler gab, die mit vielen Vorschusslorbeeren nach Schalke kam und die Erwartungen zu keiner Zeit erfüllen konnten. Ein Platz unter den ersten Vier der Liga würde Jürgen Hanspaul sofort unterschreiben. Die Hauptsache sei, dass Schalke auch in der Saison 2019/20 wieder in der Champions League spielt.

Und dann noch der Traum von Berlin

Und dann ist da ja auch noch der Wunsch nach der Berlin-Reise im Mai. Am Tag des Pokalfinals trifft sich Jürgen Hanspaul nämlich in jedem Jahr mit Schalker Fans, die im Laufe der Jahre im Trainingslager kennengelernt hat – und die zu Freunden geworden sind. Ein Wiedersehen in der Hauptstadt, verbunden mit einem Pokalfinale mit Schalker Beteiligung, wäre an diesem Tag doch das i-Tüpfelchen.

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