Weinzierl

Der FC Schalke 04 entlässt Trainer Markus Weinzierl

Nicht mehr Schalke-Trainer: Markus Weinzierl.

Foto: firo

Nicht mehr Schalke-Trainer: Markus Weinzierl. Foto: firo

Gelsenkirchen.  Markus Weinzierl verlässt Schalke. Nach den Informationen dieser Redaktion hat Sportvorstand Christian Heidel Weinzierl dies bereits mitgeteilt.

Fußball-Bundesligist FC Schalke 04 hat sich nach nur einem Jahr von Trainer Markus Weinzierl getrennt. Nach den Informationen dieser Redaktion hat Sportvorstand Christian Heidel Weinzierl die Entlassung bereits mitgeteilt. Die Nachfolge übernimmt wahrscheinlich der 31-jährige Domenico Tedesco, der in der vergangenen Rückrunde den Zweitligisten FC Erzgebirge Aue trainierte. Gehandelt wird auch Roger Schmidt, der zuletzt bei Bayer Leverkusen tätig war.

Für Weinzierl endet das Abenteuer Schalke wie bei Vorgänger André Breitenreiter nach nur einem Jahr. Schalkes Sportvorstand Christian Heidel hatte im Juni 2016 als erste Amtshandlung Breitenreiter gefeuert und in der Folge seinen Wunsch-Kandidaten Weinzierl nach wochenlangen Verhandlungen für drei Millionen Euro vom Bundesliga-Rivalen FC Augsburg geholt. Heidel und Weinzierl gingen die Sommer-Vorbereitung selbstbewusst an, versprachen das "neue Schalke" - allerdings missriet der Saisonstart. Schalke verlor die ersten fünf Bundesliga-Spiele. Es folgten 45 weitere Pflichtspiele, aber nur wenige Höhepunkte. Schalke beendete die Saison auf dem zehnten Tabellenplatz und verpasste zum ersten Mal seit langer Zeit den internationalen Wettbewerb. Im DFB-Pokal und in der Europa League erreichte S04 immerhin das Viertelfinale - ein schwacher Trost.

Weinzierl war im Team nicht mehr unumstritten

Nach der Saisonanalyse mit Weinzierl traf Heidel ein hartes Urteil: „Die Entwicklung hat überall stattgefunden, nur nicht auf dem Spielfeld.“ Zudem verlangte Heidel von Weinzierl für die kommende Saison ein "klares Konzept". Offensichtlich hatte der Trainer keine überzeugenden Antworten. Zudem war er im Team nicht mehr unumstritten. Weinzierl steht noch bis zum 30. Juni 2019 unter Vertrag. Die Trennung wird teuer.

Zum dritten Mal in Folge gibt es nun in der Sommerpause einen Umbruch auf Schalke. Vor zwei Jahren kam Breitenreiter mit neuem Schwung, vor einem Jahr Weinzierl, nun übernimmt wahrscheinlich Domenico Tedesco (31), der Erzgebirge Aue sensationell zum Klassenerhalt in der 2. Bundesliga führte. Tedesco arbeitete vor seinem Engagement in Aue als Jugendtrainer beim VfB Stuttgart und in Hoffenheim. Tedesco wäre der jüngste Schalke-Trainer aller Zeiten.

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