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Debüts, Tore oder Bank - So lief es für die Schalke- und BVB-Stars

Der Schalker Breel Embolo ist für die Schweiz im Einsatz. Foto: Getty

Der Schalker Breel Embolo ist für die Schweiz im Einsatz. Foto: Getty

Essen.  19 Profis der Bundesligisten Borussia Dortmund und Schalke 04 sind seit Wochenbeginn mit ihren Nationalmannschaften unterwegs. Ein Überblick.

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Es war eine ungewöhnliche Trainingswoche für Peter Bosz und Domenico Tedesco. Die Trainer der beiden Reviergrößen Borussia Dortmund und Schalke absolvierten ihre Einheiten mit einer äußerst überschaubaren Gruppe. Am Dienstag standen Tedesco nur fünf Spieler seines Kaders zur Verfügung. Der Rest war entweder angeschlagen, verletzt oder mit der Nationalmannschaft unterwegs. Gleich neun Schalke-Profis sind seit einigen Tagen international im Einsatz. Beim Nachbarn aus Dortmund sind es sogar zehn Akteure. Einige von ihnen konnten Selbstvertrauen für die Meisterschaft tanken.

Beim Freundschaftsspiel zwischen der Slowakei und der Ukraine durften ein Schalker und ein Dortmunder Seite an Seite jubeln. S04-Angreifer Yevhen Konoplyanka und BVB-Neuzugang Andrij Yarmolenko erzielten die Tore beim 2:1-Sieg der Ukraine.

Wie sich die anderen Profis aus Gelsenkirchen und Dortmund mit ihren Nationalteams schlagen, steht in unserer Übersicht:

Schalke 04

  • Breel Embolo: Über die Rolle des Jokers kommt der Schalke-Star seit seinem Comeback auch in der Nationalmannschaft noch nicht hinaus. 13 Minuten lang durfte er beim wichtigen 1:0-Sieg der Schweiz in Nordirland mitwirken. Am Sonntag können Embolo und die Eidgenossen im Rückspiel in Basel das WM-Ticket buchen. Das sollte dem Stürmer Auftrieb für die nächsten Wochen auf Schalke geben.
  • Nabil Bentaleb: Sein Ausflug mit dem algerischen Team fand ein schnelles Ende. Wegen Muskel-Beschwerden musste Bentaleb zurück nach Gelsenkirchen reisen.

  • Guido Burgstaller: Am Dienstag trifft der Stürmer mit den Österreichern im Freundschaftsspiel in Wien auf Uruguay.
  • Alessandro Schöpf: Der Mittelfeldspieler steht genau wie Burgstaller im Kader der Österreicher. Somit ist das Duo bei der Premiere des neuen Trainers Franco Foda dabei.
  • Weston McKennie: Der Senkrechtstarter fiebert einem Highlight entgegen. Erstmals wurde der 19-Jährige in den Kader der USA berufen. Am Dienstag steigt das Testspiel gegen Europameister Portugal.
  • Amine Harit: Große Ehre für den Schalker Tempodribbler: Am Dienstag debütierte der 20-Jährige in der marokkanischen Nationalmannschaft. Immerhin eine Minute durfte er beim 3:0-Sieg im WM-Qualifikationsspiel gegen Gabun mitwirken. Am Samstag machte seine Mannschaft dank eines 2:0-Erfolgs gegen die Elfenbeinküste die Qualifikation für die WM perfekt. Harit kam dabei nicht zum Einsatz. Doch sollte er seine starken Leistungen im Verein bestätigen, kann er sich berechtigte Hoffnungen auf eine WM-Teilnahme machen.
  • Alexander Nübel und Thilo Kehrer: Das Duo ist für die deutsche U21 im Einsatz. Kehrer führte die Mannschaft beim 7:0-Sieg am Donnerstag gegen Aserbaidschan als Kapitän an, Torwart Nübel stand 90 Minuten zwischen den Pfosten. Am Dienstag geht es in Israel weiter.
Borussia Dortmund

  • Andrey Yarmolenko: Erzielte beim 2:1-Sieg für die Ukraine das zwischenzeitliche 1:1 in der Slowakei. Nach diesem Spiel geht es für ihn zurück nach Dortmund.
  • Sokratis: Der Kapitän der griechischen Nationalmannschaft erlebte am Donnerstag einen rabenschwarzen Abend. Obwohl der BVB-Verteidiger einen Treffer erzielte, verlor der Europameister von 2004 das Playoff-Hinspiel in Kroatien mit 1:4. Um doch noch an der WM in Russland teilnehmen zu dürfen, benötigen die Griechen im Rückspiel am Sonntagabend (20:45 Uhr) ein kleines Fußballwunder.

  • Ömer Toprak: Kam am Donnerstag im Freundschaftsspiel der Türkei gegen Rumänien (2:0) nicht zum Einsatz. Am Montag wartet auf den BVB-Innenverteidiger und sein Team ein weiterer Test gegen Albanien.
  • Roman Bürki: Beim wichtigen 1:0-Sieg der Schweiz im Playoff-Hinspiel in Nordirland saß der Dortmunder Torwart nur auf der Bank. Im Rückspiel am Sonntag dürfte sich daran nichts ändern. Der Gladbacher Yann Sommer genießt das Vertrauen von Trainer Vladimir Petković.
  • Marc Bartra: Für den Abwehrspieler stehen zwei Freundschaftsspiele mit Spanien auf dem Programm. Samstag geht es gegen Costa Rica, am Dienstag kommt es zum Duell mit WM-Gastgeber Russland.
  • Mahmoud Dahoud: Der Neuzugang aus Mönchengladbach musste am Donnerstag beim 7:0-Kantersieg der deutschen U21 in Aserbaidschan nach 42 Minuten ausgewechselt werden. Sorgen müssen sich die BVB-Fans aber nicht machen. Es sei eine Vorsichtsmaßnahme gewesen, erklärte Trainer Stefan Kuntz. Am Dienstag geht es für Dahoud und die Deutschen in der EM-Qualifikation gegen Israel weiter.
  • Jacob Bruun Larsen: Das Sturmtalent ist am Dienstag mit Dänemarks U21 gegen Polen im Einsatz.
  • Dan Axel-Zagadou: Auf Dortmunds jungen Verteidiger wartet ein strammes Programm. Zwei Siege hat er mit Frankreichs U19 in der EM-Qualifikation bereits eingefahren. Am Mittwoch gab es einen 7:0-Sieg gegen Andorra. Zagadou spielte durch und erzielte den Endstand. Auch beim 2:1-Erfolg am Samstag gegen Bosnien-Herzegowina stand er 90 Minuten auf dem Platz. Dienstag wartet die dritte Partie gegen Georgien.
  • Jadon Sancho: Für die BVB-Youngster läuft es in dieser Woche rund. Neuzugang Sancho gab am Mittwoch sein Debüt in der U19-Auswahl Englands und steuerte drei Torvorlagen zum 6:0-Erfolg gegen die Faröer-Inseln bei.
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