Schalke

Das Schalke-Rätsel um Benito Raman ist gelöst

Benito Raman fehlt Schalke in den kommenden beiden Spielen.

Benito Raman fehlt Schalke in den kommenden beiden Spielen.

Foto: firo Sportphoto/ Jürgen Fromme / firo Sportphoto

Gelsenkirchen.  Benito Raman fehlt dem FC Schalke 04 in den kommenden beiden Spielen. Der Belgier soll seine Verletzung am Sprunggelenk auskurieren.

Als Benito Raman in diesem Sommer nach Schalke kam, blieb ein Satz von seiner Präsentation haften: „Benito will immer alles perfekt machen.“

Gesagt hatte diesen Satz damals Schalkes Trainer David Wagner, als es darum ging, warum der belgische Stürmer die Antworten im Interview nur auf Englisch geben wollte, obwohl er doch die deutsche Sprache nach zwei Jahren bei Fortuna Düsseldorf zumindest schon gut versteht. Raman, so Wagner, werde dann auch auf Deutsch antworten, wenn er das perfekt beherrsche.

Auch sportlich strebt der ehrgeizige 24-Jährige nach dieser Perfektion, was ihm auf Schalke bislang noch nicht gelang: In den ersten drei Bundesligaspielen ist der Stürmer noch ohne Torbeteiligung. Nun aber scheint das Raman-Rätsel gelöst: Der Belgier ist seit Saisonbeginn am Sprunggelenk verletzt – er soll sich jetzt erst einmal richtig auskurieren und wird den Königsblauen zumindest in den beiden kommenden Bundesliga-Spielen beim SC Paderborn (Sonntag, 18 Uhr) und danach zu Hause gegen Mainz 05 fehlen.

„Benito wird erst wieder ins Training einsteigen, wenn er komplett schmerzfrei ist”, kündigte Wagner am Freitag an. Schalke geht von sieben bis zehn Tagen Pause aus, in denen der Stürmer das linke Sprunggelenk schonen muss. „Schießen und Richtungswechsel sind die Problematik, alles andere ist total schmerzfrei”, berichtet Wagner.

Raman hatte sich Anfang August in der Woche vor dem DFB-Pokalspiel in Drochtersen/ Assel im Training am linken Sprunggelenk verletzt, war aber dann zehn Tage später zum Bundesligastart in Mönchengladbach (0:0) wieder einsatzbereit.

Raman fuhr trotz der Verletzung zur belgischen Nationalmannschaft

Jetzt gesteht Wagner, dass Raman da eigentlich nur auf die Zähne gebissen hat, „weil es personell eng war”. Sprich: Mögliche Alternativen wie Mark Uth, Alessandro Schöpf oder Rabbi Matondo waren zum damaligen Zeitpunkt ebenfalls verletzt, so dass Neuzugang Raman sich zur Verfügung gestellt hat. Nun sind die genannten Spieler wieder fit und Raman kann seine Verletzung auskurieren. Vermutlich wird Alessandro Schöpf in Paderborn über die linke Seite stürmen, aber auch Mark Uth könnte diese Position einnehmen.

Etwas kurios, dass Raman trotz seiner Verletzung in der vergangenen Woche zur belgischen Nationalmannschaft gereist ist und nicht die Länderspiel-Pause nutzte, um seinen lädierten Knöchel zu kurieren – so war es ursprünglich von Schalke geplant. Aber: Raman war zum ersten Mal für die Nationalmannschaft nominiert worden und entsprechend scharf darauf, diese Einladung auch anzunehmen. „Das wollten wir dem Jungen nicht verwehren”, erklärte Wagner am Freitag. Raman feierte auch sein Länderspiel-Debüt im Spiel gegen Schottland, kam aber nur für drei Minuten zum Einsatz. Verschlimmert hat sich die Verletzung bei der belgischen Nationalmannschaft nicht.

Schöpf und Uth sind bereit für Schalkes Spiel in Paderborn

Wagner hofft nun, dass Raman nach seiner Zwangspause wieder fit und in Form auf den Platz zurückkehrt – seine Verpflichtung sollte für die Königsblauen in diesem Jahr ja ein Königstransfer sein: Schalke hatte den Stürmer im Sommer nach einem langen Transferpoker für einen zweistelligen Millionenbetrag von Fortuna Düsseldorf losgeeist, um dem eigenen Spiel mehr Tempo zu verleihen. Die Verletzung ist ein Grund, warum die Rakete Raman auf Schalke bisher noch nicht richtig gezündet hat. „Jetzt haben wir die Möglichkeit, dass wir Benito Ruhe geben können”, sagt Schalkes Trainer. Denn nun sind Alessandro Schöpf und Mark Uth bereit für das Spiel am Sonntag in Paderborn.

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