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Das hält Manuel Baum vom Auftritt der Schalke-Ultras

„Es ist wichtig, dass die Fans mal ihre Emotionen rauslassen konnten“: Schalkes Trainer Manuel Baum.

„Es ist wichtig, dass die Fans mal ihre Emotionen rauslassen konnten“: Schalkes Trainer Manuel Baum.

Foto: Lars Heidrich / FUNKE Foto Services

Gelsenkirchen.  Schalkes Trainer Manuel Baum hat das Treffen mit den Ultras nach dem Spiel gegen Union Berlin eingeordnet. Zwei Botschaften nimmt er daraus mit.

Dass das Derby ohne Zuschauer stattfinden muss, ist für Schalkes Trainer Manuel Baum ein großer Wermutstropfen. Zwar verspürt der 41-Jährige vor seinem ersten Revier-Derby „eine Riesen-Vorfreude“, aber: „Mir gehen brutal unsere Fans ab. Mit dem Derby verbindet man viele Emotionen – vor allem mit der Unterstützung durch die Fans.“

Umso positiver sieht Schalkes Trainer im Nachhinein das Treffen mit den Ultras am Sonntag nach dem 1:1 gegen Union Berlin – zwei Botschaften hat er daraus für seine Mannschaft mitgenommen. Zum einen: „Dass die Fans die Art und Weise, wie wir gegen Union gespielt haben, von der Laufbereitschaft und vom Einsatz her, als positiv gesehen haben.“ Für Baum ist das ein positives Feedback an die Spieler.

Baum glaubt: Eine Niederlage mit Leidenschaft verzeihen Schalkes Fans

Als „zweite Botschaft“ hat Baum mitgenommen, „dass die Erwartungshaltung da ist, dass wir zumindest diese Leidenschaft aufrecht halten sollen“. Die Schalker Fans, so sein Eindruck, würden selbst bei einer Niederlage „mal die Augen zudrücken“ können, wenn diese „mit Leidenschaft entsteht“. Es zählt also nicht nur das Ergebnis, sondern vor allem auch, wie sich die Mannschaft beim Spiel in Dortmund vom Auftreten präsentiert – das letzte Derby im Mai (0:4) war in dieser Hinsicht ein Schlag ins Gesicht.

Dass die Schalker Ultras die Mannschaft nach dem Spiel gegen Union Berlin überraschend zur Rede gestellt hatten, war für Baum insofern „okay und unterstützend“ – eine Drohung an seine Spieler leitet er daraus nicht ab. Schalkes Trainer sagt: „Es ist wichtig, dass die Fans mal die Möglichkeit bekommen haben, das rauszulassen, was sich an Emotionen aufgebaut hat – sonst können sie das im Stadion machen.“

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