Schalke

Darum trainiert Schalke-Profi Johannes Geis bei der U23

Johannes Geis (l.) und Mark Uth trainieren demnächst nicht mehr zusammen bei den Schalker Profis.

Johannes Geis (l.) und Mark Uth trainieren demnächst nicht mehr zusammen bei den Schalker Profis.

Foto: firo

Gelsenkirchen  In den vergangenen Wochen durfte sich der Ex-Mainzer bei den Schalker Profis empfehlen. Nun ist eine Entscheidung gefallen.

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Schalkes Trainer Domenico Tedesco hat erklärt, warum er Johannes Geis aus der Trainingsgruppe der Profis ausgeschlossen und zur U23 geschickt hat. Die Begründung: Mit Geis wäre ihm der Kader im Training zu groß gewesen. Disziplinarische Gründe für die Versetzung zur zweiten Mannschaft hätten nicht vorgelegen.

Domenico Tedesco kann es charmant verpacken: Geis sei ein toller Typ und auch ein guter Spieler, aber Verwendung hat er für den 25-Jährigen, der Schalke einst zehn Millionen Euro wert war, nicht mehr. “Wir haben das Gefühl, dass auf seiner Position andere Spieler die Nase vorne haben.” Das hat er Geis immer wieder gesagt (“wir waren von Anfang an sehr transparent”) und zuletzt auch entsprechend gehandelt: Tedesco schickte den Mittelfeldspieler zum Training der Schalker U23, die in der Oberliga spielt. Eine Entscheidung, die ihm “nicht einfach gefallen” sei, versicherte Schalkes Trainer und erklärte: “Das war keine Entscheidung gegen Geisi, sondern eine Entscheidung für andere Spieler”, sagte Tedesco.

Tedesco schenkt Geis reinen Wein ein

Nun kann man glauben, dass der als Typ angenehme Geis den Trainingsbetrieb nicht stört, doch Tedesco machte es an einem Beispiel fest: Der Kader sei so groß, dass selbst bei einem internen Trainingsspiel mit elf gegen elf immer noch drei Mann überzählig wären und nicht mitspielen könnten. Dies ist nicht in Tedescos Sinne vom Mannschaftssport, weshalb er sich entschloss, Geis nicht mehr mittrainieren zu lassen: Er möchte “lieber einmal ein negatives Gespräch führen”, als permanent zu viele überzählige Spieler dabei zu haben. Deswegen habe er Geis reinen Wein eingeschenkt.

Der einzige Ausweg für den früheren U21-Nationalspieler wäre ein Vereinswechsel gewesen, doch da hat sich bis kurz vor Schließung des Transferfensters nichts ergeben. Eine Rückkehr in den Schalker Profikader scheint für Geis jedenfalls im Moment utopisch.

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