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BVB-Boss Watzke: So könnte Schalke wirtschaftlich aufschließen

BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke (r.) mit Schalkes Sportvorstand Christian Heidel.

BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke (r.) mit Schalkes Sportvorstand Christian Heidel.

Foto: firo

Essen.  BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hat sich im Gespräch mit "Bild am Sonntag" lobend über Schalke geäußert. Zuletzt hatte er nur gestichelt.

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In einem Interview mit "Bild am Sonntag" hat Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke seinen Kollegen Christian Heidel vom Revierrivalen FC Schalke 04 für die Trainerauswahl gelobt. "Es war klar, dass Heidel irgendwann einen guten Trainer aus dem Hut zaubern würde. Was Schalke zeigt, ist sehr stabil", sagte Watzke. Trainer Domenico Tedesco hatte die Königsblauen in der Hinrunde auf den zweiten Platz geführt. Der BVB steht nach 17 Spieltagen nur auf dem dritten Rang.

Zudem äußerte sich Watzke dazu, ob Schalke wirtschaftlich zum BVB in Zukunft aufschließen könnte. "Schalke hat eine enorme innere Stärke! Wenn du richtig wachsen willst, musst du über zehn Jahre erfolgreich sein. Dann besteht eine Chance", erklärte Watzke.

In den verg angenen Wochen hatte sich Watzke einige kleine Spötteleien gegen den königsblauen Nachbarn erlaubt. Im Rahmen der Talk-Veranstaltung "19.09 Uhr - der schwarzgelbe Talk" sagte er zur kurzen Vertragsdauer des neuen BVB-Trainers Peter Stöger: "Sechs Monate in Dortmund sind höher zu bewerten als fünf Jahre in Gelsenkirchen."

Schon nach dem Derby stichelte Watzke

Schon nach dem Jahrhundert-Derby, in dem die Schalker einen 0:4-Rückstand aufholten und noch ein 4:4 erreichten, hatte Watzke gestichelt. "Ich biete Clemens Tönnies jetzt etwas an: Wir warten zehn Jahre ab. Wenn Sie dann das erreicht haben, was wir erreicht haben, wenn sie über 100 Punkte mehr holen als wir, wenn Sie zweimal Deutscher Meister werden und keine Schulden haben, gehe ich nach Rheda-Wiedenbrück und sage: Glückwunsch. Aber ich glaube, diesen Canossagang werde ich nicht antreten müssen, soviel Selbstbewusstsein sollten wir haben", sagte Watzke am Tag nach dem Derby.

Heidel konterte souverän: "Der Aki ist ja ein schlauer Mann, er hat schnell erkannt, wenn man momentan wenig Applaus bekommt, wenn man über den BVB spricht, gibt es noch eine Möglichkeit, man muss über Schalke sprechen. Das ehrt uns sehr, dass es dann Applaus gibt. Ich habe ihm schon zwei Trainer geschickt mit Jürgen Klopp, der wohl die Wende überhaupt in Dortmund eingeleitet hat. Und Thomas Tuchel hat es in den zwei Jahren alles andere als schlecht gemacht. Jetzt muss er mal gucken, wo die Trainer sind. Er hat ja einen Versuch gestartet, das kann ja mal schief gehen."

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