Gelsenkirchen. Einst hätte Manchester-City-Torhüter Stefan Ortega zum FC Schalke 04 wechseln können. Seine Frau war dafür, wie er nun verrät.

Als Stefan Ortega im Sommer 2022 von Arminia Bielefeld zu Manchester City wechselte, war dies schon eine kleine Sensation. Was wäre gewesen, wenn Ortega statt nach ManCity zum FC Schalke04 gewechselt wäre? Wie damals berichtet, hatte sich Schalke im Transfer-Sommer 2022 auch um Stefan Ortega bemüht. Der Keeper hatte dem Aufsteiger jedoch abgesagt, war ablösefrei nach England gewechselt. Dennoch war ein möglicher Wechsel zum FC Schalke 04 für ihn „definitiv ein Thema“. Im Podcast Kicker meets DAZN sprach der Torwart jüngst noch einmal über die wilden Transfer-Tage und verriet, dass seine Frau manchmal durchaus bereut, dass ihr Mann nicht das Schalke-Trikot trägt…

Als Ortegas Vertrag endete, war sein Klub Armina Bielefeld zum Ende der Saison 2021/2022 in die 2. Liga abgestiegen. „Für den Verein war das Jahr eine Katastrophe, für mich persönlich aber war diese Zeit eine Bestätigung meiner Leistung“, erinnerte sich Ortega im Gespräch mit Host Alex Schlüter an jenen Sommer. „Dann gab es da ja noch das Gerücht mit Schalke. Das hätte ich auch echt gerne gemacht, alleine, weil es Schalke ist. Ein großer, toller Verein. Aus verschiedensten Gründen hat das aber nicht geklappt.“

Schalke wäre in der Nähe...

Stefan Ortega.
Stefan Ortega. © firo Sportphoto/PSI | Ian Stephen

Stattdessen verschlug es Ortega zu Manchester City. Ein kleines Fußball-Märchen. Ob er aber manchmal noch an Schalke denke? „Meine Frau tut es“, sagt Ortega lachend. „Sie sagt manchmal: Hättest du das damals gemacht, dann wären wir wenigstens in der Nähe.“ Der lange in NRW lebende Torhüter verrät, dass er und seine Frau sich als mögliches Auslandsziel einst eher Spanien gewünscht hätten. „Ich habe nie wie viele andere gesagt, dass England mein Traumziel ist. Ich bin ein absoluter Sommertyp, schon in Bielefeld habe ich immer die Krise gekriegt, wenn es mal wieder regnet.“

Bei Pep-Guardiola-Klub ManCity sagte Ortega auch erst beim dritten Angebot zu. Der Keeper war sich der Gefahr dabei bewusst: „City hätte ja auch sagen können: ,Was will der Spinner von Arminia Bielefeld, der die ganze Zeit nein sagt?‘“. Doch die Hinhalte-Taktik entpuppte sich für Ortega als goldrichtig: „Im Nachhinein hat mir das beim Start dort geholfen, weil ich ihnen gezeigt habe, dass ich nicht der Clown bin, den sie als Nummer Zwei geholt haben und alles macht, was sie wollen. Sondern ich habe gezeigt, dass ich eine Persönlichkeit habe.“

Ortegas Vertrag in Manchester läuft bis Sommer 2025. Dort übernimmt er die Rolle des Ersatzkeepers hinter dem Brasilianer Ederson (30).

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