Gelsenkirchen. . Als Tabellenführer der 2. Bundesliga hat Schalke 04 beste Chancen auf den Aufstieg. Wir fassen alles wichtige zum Saisonendspurt zusammen.

„Nach dem dramatischen 2:1-Sieg beim SV Sandhausen geht bei Schalke 04 nun der Blick in Richtung St. Pauli. Am Samstag (20.30 Uhr/Sky und Sport1) könnten die Gelsenkirchener mit einem weiteren Sieg einen riesigen Schritt in Richtung Aufstieg machen. Fest steht schon jetzt: Bei drei Punkten gegen die Kiez-Kicker wäre S04 die Relegation schon nicht mehr zu nehmen.

So weit allerdings sind die Schalker noch nicht. Die Freude über den Auswärtssieg in Sandhausen und den damit verbundenen Sprung auf Rang eins war zwar groß – doch die Verantwortlichen werden auch zwei Spieltage vor Saisonende nicht müde, zu warnen. „Wir haben noch nichts erreicht. Entscheidend ist: Nie zu früh freuen“, sagte etwa Sportdirektor Rouven Schröder. Und ähnlich klangen auch die Aussagen von Trainer Mike Büskens.

Schalkes Mannschaft feierte mit den Fans in Sandhausen eine große Party.
Schalkes Mannschaft feierte mit den Fans in Sandhausen eine große Party. © firo

Einzig Kapitän Danny Latza (32) ließ sich in seiner Euphorie zu so etwas wie einer Aufstiegs-Ansage hinreißen. „Wenn wir das nächste Spiel gewinnen, sind wir so gut wie durch. Dann sind wir fast in der Bundesliga“, sagte der gebürtige Gelsenkirchener am Freitagabend.

Schalke vor St. Pauli - alle News und Hintergründe

Schalke-Personal: Sané zuletzt nicht berücksichtigt – Ouwejan und Pieringer zurück

Kurz vor dem Ende der Saison konnte Trainer Mike Büskens in Sandhausen personell beinahe aus dem Vollen schöpfen. Nach ihren Verletzungen standen etwa Marvin Pieringer und Thomas Ouwejan wieder im Kader – Ouwejan wurde in der zweiten Halbzeit sogar eingewechselt. Beide werden auch gegen St. Pauli wieder im Aufgebot stehen. Genau wie Innenverteidiger Malick Thiaw, der unter der Woche im Training kürzertreten musste.

Schalkes Malick Thiaw absolvierte am Dienstag nur Lauftraining.
Schalkes Malick Thiaw absolvierte am Dienstag nur Lauftraining. © getty

Verletzt fehlt Schalke derzeit nur Dong-gyeong Lee. Der offensive Mittelfeldspieler aus Südkorea hat sich im Februar einen Mittelfußbruch zugezogen und droht auch die verbleibenden zwei Spiele zu verpassen.

Überraschend in Sandhausen nicht mit im Aufgebot stand Salif Sané. Der großgewachsenen Innenverteidiger bekam von Trainer Mike Büskens einen Denkzettel verpasst, denn die Sanés Trainingsleistungen in den Tagen vor dem Gastspiel in Nordbaden ließen zu Wünschen übrig. Gegen St. Pauli aber könnte er wieder zum Kader zählen.

Corona bei Schalke-Gegner St. Pauli: Diese Spieler fallen aus

Ein Corona-Ausbruch hat die Vorbereitungen des FC St. Pauli auf das Spiel auf Schalke erschwert. Insgesamt zehn Profis der Hamburger wurden positiv getestet und fallen für das Spiel in der Arena aus. Zusätzlich fehlen einige wichtige Spieler der Kiez-Kicker wegen Verletzungen - etwa Ex-Schalker Guido Burgstaller.

Nicht dabei sind wohl: Nikola Vasilj, James Lawrence, Philipp Ziereis, Adam Dzwigala, Lars Ritzka, Finn Ole Becker, Lukas Daschner, Etienne Amenyido, Maximilian Dittgen, Niklas Jessen, Guido Burgstaller Eric Smith.

Daniel-Kofi Kyereh ist einer der Hoffnungsträger beim FC St. Pauli - und fit für das Spiel gegen Schalke.
Daniel-Kofi Kyereh ist einer der Hoffnungsträger beim FC St. Pauli - und fit für das Spiel gegen Schalke. © dpa

Aber: Trotzdem kann St. Pauli auf Schalke eine schlagkräftige Mannschaft aufstellen - davor warnt auch S04-Trainer Mike Büskens.

Mit dieser Elf könnte St. Pauli auf Schalke spielen:

Smarsch - Paqarada, Medic, Beifus, Zander - Aremu - Hartel, Irvine - Kyereh - Makienok, Matanovic

Das Aufstiegsrennen: Schalke kann mit Sieg gegen St. Pauli die Relegation klar machen – mindestens

Schon am 33. Spieltag könnten in der 2. Bundesliga erste Entscheidungen im Aufstiegsrennen fallen. Fest steht: Sofern der FC Schalke 04 sein Heimspiel gegen St. Pauli am Samstagabend gewinnt, ist zumindest die Relegation gesichert.

Sollten die Konkurrenten SV Darmstadt (Freitag in Düsseldorf) oder Werder Bremen (Sonntag in Aue) zusätzlich nicht gewinnen, wäre Schalke bei einem Sieg gegen St. Pauli sogar vorzeitig aufgestiegen.

Die Profis von Schalke 04 feiern den 2:1-Sieg in Sandhausen.
Die Profis von Schalke 04 feiern den 2:1-Sieg in Sandhausen. © firo

Das Restprogramm von Schalke 04 (Rang 1, 59 Punkte):

  • 33. Spieltag: Schalke 04 – FC St. Pauli – Samstag, 07.05., 20.30 Uhr
  • 34. Spieltag: 1. FC Nürnberg – Schalke 04 – Sonntag, 15.05., 15.30 Uhr

Das Restprogramm des SV Darmstadt 98 (Rang 2, 57 Punkte):

  • 33. Spieltag: Fortuna Düsseldorf – SV Darmstadt 98 – Freitag, 06.05., 18.30 Uhr
  • 34. Spieltag: SV Darmstadt 98 – SC Paderborn – Sonntag, 15.05., 15.30 Uhr

Das Restprogramm von Werder Bremen (Rang 3, 57 Punkte):

  • 33. Spieltag: FC Erzgebirge Aue – Werder Bremen – Sonntag, 08.05., 13.30 Uhr
  • 34. Spieltag: Werder Bremen – Jahn Regensburg - Sonntag, 15.05., 15.30 Uhr

Das Restprogramm des Hamburger SV (Rang 4, 54 Punkte):

  • 33. Spieltag: Hamburger SV – Hannover 96 – Samstag, 07.05., 13.30 Uhr
  • 34. Spieltag: Hansa Rostock – Hamburger SV - Sonntag, 15.05., 15.30 Uhr

Das Restprogramm des FC St. Pauli (Rang 5, 54 Punkte):

  • 33. Spieltag: Schalke 04 – FC St. Pauli – Samstag, 07.05., 20.30 Uhr
  • 34. Spieltag: FC St. Pauli – Fortuna Düsseldorf - Sonntag, 15.05., 15.30 Uhr

Steigt Schalke auf? So laufen die Planungen für die Bundesliga

Die Verantwortlichen von Schalke 04 werden dieser Tage nicht müde zu betonen, dass derzeit der volle Fokus auf dem Tagesgeschäft liege. In den verbleibenden zwei Spielen nämlich kann die Mannschaft von Trainer Mike Büskens noch alles verlieren – oder eben den Aufstieg perfekt machen. Sie haben es selbst in der Hand.

Im Hintergrund aber wird Sportdirektor Rouven Schröder schon jetzt Gespräche führen – mit Spielern und auch mit Trainer-Kandidaten. Das ist auch nötig, denn Mike Büskens wird zur kommenden Saison wieder in die zweite Reihe rücken und „nur noch“ als Co-Trainer tätig sein. Wer Schalke allerdings in der kommenden Spielzeit trainieren wird, ist noch offen.

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Und auch im S04-Kader dürften einige Veränderungen anstehen – vor allem wegen der Leihspieler. Zahlreiche Profis, die derzeit an andere Vereine ausgeliehen sind, kommen ab dem 1. Juli erst einmal zurück nach Gelsenkirchen. Personal, das die Königsblauen derzeit nur von anderen Teams ausgeliehen hat, steht ebenso vor einer offenen Zukunft – das gilt etwa für Thomas Ouwejan (ausgeliehen von AZ Alkmaar) und Ko Itakura (ausgeliehen von Manchester City).

Bei Torwart Martin Fraisl und auch Flügelspieler Darko Churlinov stehen die Zeichen derzeit auf Verbleib. Churlinovs Berater hat im Gespräch mit der WAZ bestätigt, dass sein Schützling gern Schalker bleiben würde. Sportdirektor Rouven Schröder hielt sich auf Nachfrage zurück. Auch Fraisls Berater betonte, dass der österreichische Torwart Schalke liebe.

Schalke-Profi Darko Churlinov jubelt über den Führungstreffer in Sandhausen
Schalke-Profi Darko Churlinov jubelt über den Führungstreffer in Sandhausen © dpa

Einige Personalien sind allerdings auch schon fix. So bleibt Rodrigo Zalazar (derzeit ausgeliehen von Eintracht Frankfurt) auch über den Sommer hinaus bei Schalke. Zudem wurde der österreichische Innenverteidiger Leo Greilm von Rapid Wien verpflichtet.