Regionalliga

Wattenscheid: Vier Fanbusse fahren zum Abstiegsduell in Köln

Der Einsatz des zuletzt starken Berkant Canbulut ist fraglich. Foto:Dietmar Wäsche

Der Einsatz des zuletzt starken Berkant Canbulut ist fraglich. Foto:Dietmar Wäsche

Wattenscheid.   Mindestens 200 Anhänger werden Wattenscheid 09 beim Abstiegs-Kampf in Köln unterstützen. Dort gibt es ein Wiedersehen mit Ex-Trainer Pawlak.

Der neue Aufsichtsrat sorgt für Bewegung bei der SG Wattenscheid 09, durchaus auch im wörtlichen Sinne. Für das Abstiegskampf-Duell beim 1. FC Köln U21 an diesem Samstag (14 Uhr) bezahlt er den Einsatz von Fanbussen, so viele wie möglich sollten es sein. Vier Busse mit jeweils rund 50 Anhängern machen sich vom Lohrheidestadion auf den Weg in die Domstadt. „Das ist richtig gut, diese Unterstützung hilft uns“, sagt Trainer Farat Toku.

Sportlich muss es sein Team richten, und Spieler wie Anhänger scheint der so wichtige 3:1-Erfolg, der erste Sieg in diesem Jahr, gegen Kaan-Marienborn beflügelt zu haben. Gegen den Tabellenvorletzten, der unter der Woche gegen Aachen 0:1 verloren hat und bei nur noch drei Nachholspielen jetzt acht Punkte Rückstand hat auf die Nullneuner, hatte sich die SG 09 für ihren Einsatz mit drei Toren und drei Punkten belohnt. Dabei hatte Wattenscheid auch das nötige Quäntchen Glück.

Wiedersehen mit Erfolgs-Trainer Pawlak

Das wollen die Wattenscheider in Köln nicht überstrapazieren, womöglich aber werden sie es brauchen. Die U21 des FC ist die Mannschaft der Stunde, hat die letzten fünf Partien gewonnen, zuletzt gegen Borussia Dortmunds U23 und gegen Spitzenreiter Viktoria Köln. Ihr Trainer ist ein alter Bekannter: Andre Pawlak, mittlerweile 47 Jahre alt und mit der Fußball-Lehrer-Lizenz ausgestattet, coachte von 2010 bis 2014 die Wattenscheider, mit Erfolg. Pawlak führte sie von der Westfalenliga über die Oberliga bis in die Regionalliga.

Trainer Toku gibt sich durchaus selbstbewusst

In der vierten Klasse will die SG 09 auch in der kommenden Saison noch spielen. Aktuell ist Wattenscheid Viertletzter mit 30 Punkten, ein Platz, der im Falle des Abstiegs eines Westvereins aus der 3. Liga nicht reichen würde. Köln hat zwei Punkte mehr. „Das ist keine einfache, aber eine machbare Aufgabe“, sagt Farat Toku. Der FC habe viel Qualität, arbeite vor allem gegen den Ball hervorragend, beherrsche ein gutes Umschaltspiel mit schnellen Stürmern, sei mit dem Ex-VfL-Profi Roman Prokoph und Marius Laux auch nach Standards brandgefährlich. „Wir müssen immer hellwach sein, mit Leidenschaft viele Zweikämpfe bestreiten“, sagt Toku.

Yesilova ist gesperrt - Canbuluts Einsatz ist fraglich

Dabei muss er auf mindestens eine offensive Stammkraft verzichten, Emre Yesilova ist gesperrt. Zudem ist der Einsatz von Berkant Canbulut, der gegen Kaan-Marienborn zweimal traf, wegen Sprunggelenks-Problemen fraglich. Auch Stürmer Lex-Tyger Lobinger, zuletzt nur Joker, plagten Probleme. Alle anderen Spieler aber sind einsatzbereit.

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