RW Oberhausen

Vor dem Pokalfinale ist bei RWO noch Luft nach oben

RWO jubelt nach dem 1:0 durch Maik Odenthal.

RWO jubelt nach dem 1:0 durch Maik Odenthal.

Foto: Micha Korb

Oberhausen.   1:1 endete das abschließende Meisterschaftsspiel von Rot-Weiß Oberhausen gegen Wattenscheid. RWO-Trainer Terranova sah Verbesserungspotenzial.

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Vor dem Spiel gab es eine neue Fahne für den Fan-Block, gewidmet dem verstorbenen RWO-Fan Boris. Dann gab es eine Ehrung für Masseur Andy Münker zu dessen 800. RWO-Spiel. Und dann gab es Fußball. Die 90 Minuten und das 1:1 (1:1) gegen Wattenscheid 09 waren ein doppelter Testlauf vor dem Finale im Niederrheinpokal gegen Rot-Weiss Essen am Pfingstmontag. Vorläufiges Fazit: Die Fans sind ein Stück weiter als die Mannschaft im Hinblick auf den Saisonhöhepunkt.

Denn die neue Tribüne, die jetzt erstmals für den Publikumsverkehr getestet wurde, ist ein prima Resonanzkörper. Obwohl vielleicht zu einem knappen Drittel gefüllt, hallte es doch deutlich lauter als in der alten Version neben der Stoag-Tribüne ins Stadion. Die Fans haben den mittleren Bereich der neuen Emschertribüne in Beschlag genommen. Ein Tor wollte den Rot-Weißen in diese Spielrichtung aber nicht gelingen.

Diesmal noch auf der anderen Seite getroffen

Getroffen wurde vor der Kanalkurve und das schnell und sehenswert. Die Kleeblätter waren von Beginn an präsent im Spiel, liefen die Wattenscheider gut an und waren auf Balleroberungen aus. Eine von denen leitete Patrick Bauder im Mittelfeld in die Spitze auf Philipp Gödde und der legte dann quer auf den mitgelaufenen Maik Odenthal. Mit trockenem Linksschuss versenkte der die Kugel zur Führung (9.). Die nächsten Minuten agierte die Elf von Trainer Mike Terranova noch konzentriert, doch die Gäste eroberten sich immer mehr Räume. Joseph Boyamba und Jonas Erwig-Drüppel setzten den Rot-Weißen ordentlich zu. Bis weit in die erste Hälfte hinein entstanden Chancen jedoch vornehmlich nach Standards. Freistöße von Can Serdar (27.) oder zuvor von Manuel Glowacz (23.) sorgten für Gefahr vor beiden Torrräumen.

Dennoch fiel das 1:1 überraschend. Erwig-Drüppel hatte sich auf rechts durchgespielt, wo diesmal vertretungsweise Daniel Heber für den gelbgesperrten Tim Hernes aushalf. Erwig-Drüppel zog die Innenverteidigung auf sich und legte am Strafraum dann quer auf Steve Tunga Malanda. Mit ungewohntem Torriecher zog der nach innen und überwand Robin Udegbe zum Ausgleich (39.).

Zweimal Elfmeter-Alarm

Die besten Chance noch vor der Pause erneut in Führung zu gehen, vergab der starke Innenverteidiger Mike Jordan. Nach Bauder-Flanke und Kopfball-Verlängerung von Gödde auf den langen Pfosten, kommt er frei zum Zug. Er entscheidet sich aber fürs Dribbling, statt direkt zu schießen und vergibt die starke Situation.

Nach dem Wechsel gibt es zweimal Elfmeter-Alarm. Einmal drückt Kai Nakowitsch seinen Gegenspieler Boyamba im Strafraum zu Boden (47), einmal wird Tarik Kurt beim aussichtsreichen Kopfballversuch nach Odenthal-Vorlage in den Rücken gestoßen und kommt nicht mehr unter den Ball. Mögliche Strafstöße durchaus, Schiedsrichter Niklas Dardenne ließ in beiden Situationen weiter laufen.

Nach der Generalrpobe kommt die Premiere

Nun entwickelte sich ein munteres Spiel, bei dem RWO in Sachen Chancenhoheit vorn lag. Wozu der unsichere Wattenscheider Schlussmann Steffen Scharbaum ordentlich beitrug. Denn er ließ mehrfach Bälle nach vorne abprallen. Hundertprozentig hätte Kurt aus kürzester Distanz treffen müssen, war aber wohl zu überrascht, dass der Abpraller bei ihm landete und setzte den Ball aus drei Metern noch daneben (64.) Odenthal und später der eingewechselte Raphael Steinmetz mit Versuchen vom Strafraum und bei einer zu kurzen Rückgabe (81., 88.) hätten für RWO noch treffen können.

Doch es war den Rot-Weißen nicht vergönnt, bei der Generalprobe ihrer neuen Tribüne an der Emscherseite zu treffen. Das soll nachgeholt werden.

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