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RWO-Trainer Terranova: „Waren nicht zielstrebig genug“

Hatten nach dem Abpfiff eine paar unterhaltsame Themen: RWO-Trainer Mike Terranova (l.) und Sportchef Patrick Bauder.

Hatten nach dem Abpfiff eine paar unterhaltsame Themen: RWO-Trainer Mike Terranova (l.) und Sportchef Patrick Bauder.

Foto: Micha Korb / FUNKE Foto Services

Oberhausen.  RWO kehrt mit einem achtbaren 1:1 vom Aachener Tivoli zurück und muss trotzdem mitansehen, wie die Tabellenspitze in die Ferne rückt

Wenn das Ziel Meisterschaft lautet und die Konkurrenz einen Sieg nach dem anderen einfährt, ist selbst ein achtbares 1:1 (0:0) auf dem Aachener Tivoli für Fußball-Regionalligist Rot-Weiß Oberhausen kein Grund zum Jubeln.

„Was mich richtig ärgert ist, dass dort mehr drin gewesen wäre“, so Trainer Mike Terranova nach dem intensiven Auftritt vor 6100 Zuschauern. „Wir waren im letzten Drittel einfach nicht zielstrebig genug und so sind gerade in der zweiten Hälfte, wo wir Aachen eigentlich im Griff hatten, viel zu viele Angriffe aus guten Ausgangssituationen ohne Abschluss verpufft.“

Der RWO-Coach erinnert aber auch: „Es ist der neunte Spieltag, die Saison ist noch so lang und wir haben noch ein Spiel in der Hinterhand. Da dürfen wir jetzt nicht die Köpfe hängen lassen, sondern müssen weiter Druck machen. Die richtig schweren Spiele für Essen und Rödinghausen kommen in den nächsten Wochen, die werden auch noch Federn lassen.“

Gegenüber dem 5:1-Erfolg gegen den Wuppertaler SV hatte Terranova nur eine Änderung vorgenommen. Shaibou Oubeyapwa durfte auf der rechten Offensivseite für Raphael Steinmetz ran. Der Coach setzte auf Schnelligkeit und wurde nach nicht einmal einer Minute beinahe bestätigt. Doch Cihan Özkara setzte den Ball nach Querpass des davongeeilten Oubeyapwa aus 14 Metern rechts am Tor vorbei.

Auf der anderen Seite musste Jerome Propheter in allerhöchster Not kurz vor der Linie retten. Felix Herzenbruch hatte über außen Florian Rüter mit Ball ziehen lassen (4.). Auch der unnötige Ballverlust im Aufbau von Jannik Löhden hätte teuer werden können, doch Vincdent Boesen nahm das Geschenk nicht an und verzog (17.).

RWO? Bis dato nach vorne wenig. Der Schuss von Oubeyapwa (24.) war jedenfalls zu harmlos.

Großes Glück für RWO in Hälfte eins

Großes Glück dann erneut für die Kleeblätter, als Boesen das Leder aus kurzer Distanz nicht über die Linie bekam. Erneut hatte Rüter Linksverteidiger Felix Herzenbruch ungewohnt deutlich stehen gelassen und konnte so mit Ball fast bis zum Fünfer marschieren (28.). Die Gäste waren bei einem Eckenverhältnis von 1:6 gegen sich mit dem Remis zur Pause gut bedient.

Verletzungsbedingt tauschte Terranova mit Philipp Eggersglüß (Zerrung) den rechten Außenverteidiger aus und brachte positionsgetreu Neuzugang Julijan Popovic.

Besser wurde es mit dem Wiederanpfiff zunächst nicht. Stipe Batarilo-Cerdic bekam die Großchance für Aachen, wurde im letzten Moment aber von Torwart Daniel Davari gebremst (46.). Den Knaller von Marco Müller lenkte Davari gerade noch über die Latte (54.).

Terranova probierte es mit Vincent Stenzel für den unauffälligen Maik Odenthal im Mittelfeld (55.) und Giuseppe Pisano im Sturmzentrum für Cihan Özkara (71.). Hinten hatten die Gäste nun alles im Griff, doch im letzten Drittel stotterte der RWO-Motor. Bis auf die Direktabnahme von Oubeyapwa (66.) brachten die Gäste keinen gefährlichen Ball auf den gegnerischen Kasten.

Die letzte Option von der Bank hieß Raphael Steinmetz, der Oubeyapwa ersetzte und mit Pisano eine Doppelspitze bildete (76.). Alemannia-Trainer Fuat Kilic dagegen schien mit dem Spiel seiner Schützlinge recht zufrieden, hatte bis dato trotz der Hitze auf dem Feld noch nicht einmal gewechselt.

RWO wurde in der Schlussphase offensiver, Herzenbruchs Schuss aber die Beute von Aachens Keeper Ricco Cymer (80.). Die scharfe Hereingabe von Steinmetz fand kein Abnehmerbein (84.).

„Aus dem Nichts“, wie nicht nur Terranova fand, trafen die Aachener zum 1:0. Der gerade eingewechselte Kai Bösing hielt aus zwanzig Metern zentral drauf und Löhden fälschte unhaltbar für Davari ab (85.). Doch die Kleeblätter gaben sich nicht auf und wurden belohnt. Den weiten Einwurf von Steinmetz verlängerte Leuchtturm Löhden zum ebenfalls aufgerückten Popovic, der in der ersten Minute der Nachspielzeit aus kurzer Entfernung den verdienten Ausgleich und Endstand markierte.

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