Fußball

RWO-Schlusspfiff in Aachen: Der Aufreger, der keiner war

Hatte auch eine Uhr dabei und war stocksauer: Alemannia Aachens Trainer Fuat Kilic.

Hatte auch eine Uhr dabei und war stocksauer: Alemannia Aachens Trainer Fuat Kilic.

Foto: Micha Korb / FUNKE Foto Services

Oberhausen.  Einen großen Aufreger gab es beim 1:1-Remis von Rot-Weiß Oberhausen bei Alemannia Aachen mit beziehungsweise durch den Schlusspfiff.

Einen großen Aufreger gab es beim 1:1-Remis von Rot-Weiß Oberhausen in Aachen mit beziehungsweise durch den Schlusspfiff. Fünf Minuten hatte Schiedsrichter Martin Tietze der Partie, nicht zuletzt wegen der acht Wechsel in Durchgang zwei, an Nachspielzeit verordnet. Als die fünfte Minute davon lief, machte der Referee den in Ballbesitz befindlichen RWO-Kickern bei einem Freistoß in deren Hälfte klar, dass gleich Schluss sein würde.

Doch aus dem Angriff resultierte noch ein Eckball für RWO, den der Schiedsrichter angesichts der immer noch nicht abgelaufenen Nachspielzeit auch noch ausführen ließ. Als die Kleeblätter aber nach dieser Ecke den Ball verloren und sich Aachen eine Konterchance geboten hätte, blies der Unparteiische noch am Sechzehner der Gastgeber sofort in die Pfeife.

„Das geht überhaupt nicht“

„Das geht überhaupt nicht“, sagte Aachens Trainer Fuat Kilic immer wieder auf der anschließenden Pressekonferenz, nachdem er sich neben dem Feld auch noch mit einigen, wohlgemerkt Aachener Fans verbal auseinandergesetzt hatte. „Ich bin fassungslos. Sowas ist nicht im Sinne des Fußballs. Eine solche Situation abzupfeifen, war hart für uns“, so Kilic.

Aber: Der Schiedsrichter hat nicht „gegen den Sinne des Fußballs“ gehandelt, sondern korrekt. Denn als Tietze die Partie abpfiff, lief die Nachspielzeit bereits 5:11 Minuten und mit dem Ballbesitzwechsel hatte sich eine komplett neue Situation ergeben.

„Es waren wirklich schon elf Sekunden drüber“, bestätigte auch Aachens Stadionsprecher-Legende Robert Moonen vor der Pressekonferenz einigen wartenden Journalisten. Von den Aachener Anhängern wollte dies später entweder niemand hören oder glauben. Der Schuldige für den verpassten Sieg war bei ihnen bereits gefunden.

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