Rot-Weiß Oberhausen

Trainingsauftakt bei RWO mit Neuzugang und Hiobsbotschaft

Gute Laune und zahlreiche neue Gesichter auf sattem Grün beim Trainingsauftakt der Kleeblätter am Donnerstag.

Gute Laune und zahlreiche neue Gesichter auf sattem Grün beim Trainingsauftakt der Kleeblätter am Donnerstag.

Foto: Herbert Höltgen

Oberhausen.  Rot-Weiß Oberhausen präsentierte beim Trainingsstart einen Akteur aus der Dritten Liga. Ein Angreifer muss operiert werden und fällt vorerst aus.

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„Wenn man Bock auf etwas hat, kann es doch gar nicht schnell genug wieder los gehen“, sagte Trainer Mike Terranova, bevor er genau einen Monat nach dem Triumph im Niederrhein-Pokal bereits wieder zur ersten Einheit bat. Einige neue Gesichter bekamen die RWO-Anhänger beim Trainingsauftakt des Fußball-Regionalligisten zu sehen, andere wiederum fehlten.

Yassin Ben Balla und Tim Hermes leiden derzeit an einem grippalen Infekt, beide werden aller Voraussicht nach kommende Woche das Training aufnehmen. Ebenso fehlte Philipp Gödde - allerdings aus schwerer wiegenden Gründen. Der 24-jährige Offensivspieler muss sich aufgrund seiner langanhaltenden muskulären Probleme und Rückenbeschwerden einer Operation an der Bandscheibe unterziehen.

Stojan auf Krücken

Nach gründlichen Untersuchungen und intensiven Gesprächen sind die behandelnden Ärzte und der Spieler zu dem Entschluss gekommen, dass eine weitere konservative Behandlung zu keiner signifikanten Verbesserung des Gesundheitszustandes führen wird und eine Operation somit unausweichlich scheint. Gödde wird somit vorerst nicht zur Verfügung stehen. Zwar nicht zu vergleichen mit der Schock-Nachricht der Krebs-Diagnose bei Alexander Scheelen, aber ebenfalls nicht gerade erfreulich.

Jasper Stojan, der im April einen Kreuzbandriss erlitt, erschien auf Krücken am Stadion und kann wohl erst zur Wintervorbereitung wieder angreifen.

Doch Entwicklungen positiver Natur gibt es auch. Zu den Neuzugängen Christian März (SV Rödinghausen), Nico Klaß (TV Jahn Hiesfeld), Dario Schumacher (Bonner SC), Shaibou Oubeyapwa (1. Göppinger SV) sowie Mike Jordan, Ahmed-Malik Uzun und Rinor Rexha (alle eigene U19) gesellte sich am Donnerstag auch noch Philipp Eggersglüß. Aus der 3. Liga von der abgestiegenen U23 von Werder Bremen wechselt der 23-Jährige ins Stadion Niederrhein. Der 1,82m große Abwehrspieler, der seine sportliche Laufbahn in der Jugendabteilung des VfL Wolfsburg begann, ist seit 2012 bei Werder Bremen unter Vertrag.

Erst als Jugendspieler in A-Junioren-Bundesliga aktiv, entwickelte er sich zum Leistungsträger in der 3. Liga. In der vergangenen Saison verpasste Eggersglüß nur zwei der 38 Spieltage in Liga drei. Insgesamt kam er auf über 3100 Minuten Spielzeit. „Wir freuen uns mit Philipp einen intelligenten, charakterstarken Spieler von unserem Verein überzeugt zu haben, der bereits viel Erfahrung in der 3. Liga sammeln konnte und mit einer guten Form zu uns wechselt.“ sagt Jörn Nowak, Sportlicher Leiter bei RWO.

„Bewusst kompakter Kader“

Ob dies das „Ende vom Lied“ in Sachen Kaderplanung sei, wollte Nowak nicht bestätigen. „Es kann immer etwas passieren. Ob noch jemand kommt, hängt auch davon ab, ob noch jemand geht und wie sich Spieler, die zur Probe hier sind, präsentieren“, so Nowak. Die öfter zu hörenden Kandidatennamen Robert Fleßers und Patrick Schikowski wollte er nicht bestätigen. „Wir haben einen bewusst kompakten Kader, aber mit fußballerischer Qualität und einer guten Mischung. Wenn wir erneut so ein Verletzungspech wie letzte Saison haben, kann es natürlich auch enger werden. Aber wir bauen ja auch auf unsere U19 und Ausfälle bieten immer Chancen für andere Spieler.“

Vor dem Neustart kommentierte auch Terranova noch kurz die weiteren Neuzugänge, Christian März: „Ihn wollte ich damals schon als zentralen Spieler für die Zweite haben und er hat sich in Rödinghausen bewiesen. Sehr dynamisch.“

Nico Klaß: „Haben wir mehrfach beobachtet und er hat uns überzeugt. Ist schnell, kann sowohl auf der Sechs als auch in der Innenverteidigung oder der linken Außenbahn spielen.“

Dario Schumacher: „Ein absoluter Führungsspieler, torgefährlich und mit guten Standards.“

Shaibou Oubeyapwa: „Pfeilschnell und guter Dribbler - ein Typ, wie wir ihn in dieser Form nicht im Kader hatten.“

Mike Jordan: „Hat uns in der Innenverteidigung ja bereits weiter geholfen und kann sich sicherlich noch weiter entwickeln.“

Ahmed-Malik Uzun: „Ein Wirbelwind aus unserer Jugend mit Potenzial.“

Rinor Rexha: „Ein Kreativkopf, der bei uns den Sprung schaffen kann.“

Beim Thema Oubeyapwa, der in Göppingen zuletzt in der Oberliga Baden-Württemberg spielte und den sicherlich niemand als RWO-Neuzugang auf der Rechnung hatte, erinnert Nowak: „Er hat weder ein Nachwuchs-Leistungszentrum durchlaufen noch unter professionellen Bedingungen trainiert. Trotzdem ist er uns erst in Videos und dann auch persönlich sehr positiv aufgefallen.“

Terranova kann bekanntlich nur die Einheiten ab donnerstags bei der Mannschaft sein, weilt montags bis mittwochs beim Fußball-Lehrer-Lehrgang in Hennef. „Ich freue mich da richtig drauf, sauge alles auf“, so „Terra“ nach seinen ersten Unterrichtsstunden. „Natürlich ist die Situation nicht einfach, aber machbar. Mein Co-Trainer Dirk Langerbein kennt meine Art und ich vertraue ihm, zudem haben wir ja auch Benjamin Schüssler hinzu geholt.“

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