Fußball

Das besondere Spiel für RWO-Neuzugang Pisano

Giuseppe Pisano (l.), hier gegen Verls Julian Stöckner, gastiert am Freitag mit RWO bei seinem Ex-Verein

Giuseppe Pisano (l.), hier gegen Verls Julian Stöckner, gastiert am Freitag mit RWO bei seinem Ex-Verein

Foto: Micha Korb / FUNKE Foto Services

RWO gastiert am Freitag bei der U23 von Borussia Mönchengladbach. Neuzugang Giuseppe Pisano muss für diese Partie nicht extra motiviert werden.

Der gute Saisonstart mit drei Siegen in Serie war die Grundlage für die tolle letzte Saison, die Rot-Weiß Oberhausen am Ende die Vizemeisterschaft bescherte. Dazu gehörte auch ein 2:0-Auswärtserfolg am zweiten Spieltag bei der U23 von Borussia Mönchengladbach. Auch am Freitag bestreiten die Kleeblätter ihren zweiten Saisonauftritt in der Regionalliga-West beim Fohlen-Unterbau. Anpfiff im Grenzlandstadion ist um 19.30 Uhr.

„Wir fahren schon mit Respekt dorthin. Gerade bei den Amateur-Mannschaften weiß man nie so genau, wer und was einen dort erwartet“, so RWO-Trainer Mike Terranova über die Gastgeber, deren Profis heute im DFB-Pokal beim SV Sandhausen gefragt sind. „Aber die haben ja einen riesigen Kader, da werden mit Sicherheit Leute runtergeschickt.“

Auf der anderen Seite sind die Vorzeichen für die Gäste aber auch klar. Nach dem Remis zum Auftakt und mit einem ausgetragenen Spiel weniger soll der Abstand auf die Tabellenspitze am Sonntag nicht bereits sieben oder acht Zähler betragen. „Die Mannschaft brennt, im Training geben alle Vollgas und alle wollen unbedingt spielen“, so Terranova. „Trotzdem dürfen wir da jetzt nicht übermotiviert rangehen, sondern müssen konzentriert bleiben.“

Pisano besonders motiviert

Einen seiner Akteure muss Terranova garantiert nicht zusätzlich motivieren. Für Giuseppe Pisano wird es das erste Wiedersehen mit dem Verein, für den er 213 Spiele in acht Jahren in der Regionalliga bestritt und dabei 67 Tore erzielte.

„Natürlich wird das ein ganz komisches Gefühl sein, nach dieser langen Zeit. Ich war heute noch in Gladbach zur Behandlung habe mit vier ehemaligen Kollegen zu Mittag gegessen“, verriet Pisano nach dem Pokalspiel am Dienstagabend gegenüber der Rheinischen Post Mönchengladbach. „Es gab da ja auch keinerlei Differenzen. Aber dennoch möchte ich den Verantwortlichen natürlich zeigen, dass sie vielleicht doch noch ein oder zwei Jahre mit mir hätten weitermachen sollen. Das stand ja auch zu Debatte, doch am Ende ist eine andere Entscheidung gefallen“, sagte Pisano, um gleich zu ergänzen, dass er es in Oberhausen nun gut angetroffen habe und sich aktuell sehr wohl fühle.

Der 31-Jährige dürfte nach seiner Pause im Pokal heute auch wieder in der Startelf stehen, obwohl Konkurrent Tarik Kurt mit sechs Treffern im Verbandspokal beim 8:2 beim Bezirksligisten FSV Vohwinkel glänzte. „Der Tarik hat eine Duftmarke gesetzt und wird erster Joker sein“, kündigt Terranova an, der Pisano nicht großartig um Ratschläge für heute gebeten hat. „Erstens hat sich die Gladbacher Mannschaft gegenüber der letzten Saison völlig verändert und zweitens habe ich deren Spiele beide gesehen“, so Terranova. „Sie wollen von hinten heraus Fußball spielen, haben viel Kreativität im Zentrum und mit Makridis einen der besten Offensivspieler der Liga. Da dürfen wir keinen Schritt zu wenig machen.“

Stenzel muss Geduld haben

Ob Terranova auf der linken Außenverteidigerposition eher auf die Zweikampfstärke von Nico Klaß oder die Offensivqualitäten von Maik Odenthal setzt, bleibt abzuwarten. Innenverteidiger wie im Pokal dürfte Klaß jedenfalls nicht spielen, sondern Jerome Propheter auf diese Position zurückkehren.

Trotz einer leichtfertig vergebenen „Hundertprozentigen“ insgesamt gefallen hat im Pokal auch Vincent-Louis Stenzel. „Er ist nach einem kleinen Tief seit zwei Wochen gut in Form, muss aber auch Geduld haben“, so Terranova. Somit dürften die offensiven Außenbahnen erneut Francis Ubabuike und Shaibou Oubeyapwa beackern.

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