Regionalliga

Stürmer Kevin Freiberger verlässt Rot-Weiss Essen

RWE-Spieler Kevin Freiberger

RWE-Spieler Kevin Freiberger

Foto: Michael Gohl

Essen.  Nach nur einem Jahr verlässt Kevin Freiberger Regionalligist Rot-Weiss Essen schon wieder. Der 30-Jährige wechselt zu einem Ligakonkurrenten.

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Freiberger hat seinen Vertrag in Essen aufgelöst und bei den Sportfreunden Lotte einen neuen Kontrakt unterschrieben. Das gaben die Rot-Weissen am Freitag bekannt. „Bei diesem Abschied ist für mich schon ein bisschen Wehmut mit dabei, letztendlich habe ich aber bei Rot-Weiss Essen für mich sportlich keine Perspektive mehr gesehen. Ich gehe aber ohne Groll, weil mit mir immer völlig offen und transparent umgegangen wurde", wird der Stürmer zitiert.

Hinter Freiberger liegt ein Jahr zum Vergessen. Im Sommer 2018 wechselte er als Hoffnungsträger aus Lotte nach Essen und sollte ein wichtiger Baustein beim Angriff auf die Tabellenspitze sein. Doch nach einer guten Vorbereitung passierte die Tragik schon am ersten Spieltag: In Rödinghausen waren gerade einmal elf Sekunden absolviert, da blieb der Neuzugang im Rasen hängen - Diagnose Kreuzbandriss.

Gegen Borussia Mönchengladbach II feierte Freiberger Ende März noch einmal ein 57-minütiges Comeback, doch es sollte sein letzter Einsatz für RWE bleiben. Danach machten ihm muskuläre Probleme weiterhin zu schaffen.

Titz braucht Freiberger nicht

In diesem Sommer sollte eigentlich alles auf Null gestellt werden. Ein fitter Freiberger, dazu ein neuer Trainer mit Christian Titz. Doch im Trainingslager in Herzlake teilte Titz Freiberger mit, dass er nicht in sein sportliches Konzept passe und sich deshalb nach einem neuen Verein umsehen kann. "Das war für mich schon ein kleiner Schock und saß ein paar Tage. Doch so ist das Fußballgeschäft. Ich will hier eigentlich nicht weg, ich bin mit RWE, den Fans verbunden und spiele unheimlich gerne für Rot-Weiss", sagte Freiberger damals.

Jetzt ist der Flügelstürmer aber doch weg - und verstärkt den Absteiger aus der 3. Liga, der mit einer 0:1-Niederlage gegen den TuS Haltern denkbar schlecht in die Saison gestartet ist. In Lotte trifft Freiberger auf seinen alten Trainer Ismail Atalan - der ohnehin dringend Spieler braucht. Schon in Haltern standen nur 15 Spieler im Kader, nach der Verletzung von Tim Wendel hat sich die Situation noch einmal verschärft. "Wir haben den kleinsten Kader Deutschlands", sagte Atalan zu Beginn der Woche.

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