Özil-Transfer

Schalke und Rot-Weiss Essen verdienen bei Özil-Wechsel nach Arsenal mit

2,5 Prozent von Özils Ablösesumme fließen an seine EX-Klubs.

2,5 Prozent von Özils Ablösesumme fließen an seine EX-Klubs.

Foto: sid

Essen.  Mesut Özil entwickelt sich langsam zur wichtigen Einnahmequelle für Rot-Weiss Essen. Schon als Özil 2010 zu Real Madrid wechselte, bekam RWE von Özils Klub 270.000 Euro. Nach dem Wechsel zu Arsenal könnte RWE sogar noch mehr Geld verdienen. Auch Schalke 04 geht dann wohl nicht leer aus.

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Schon fast zehn Jahre ist es her, dass Mesut Özil für Rot-Weiss Essen spielte, zuletzt stand der heutige Nationalspieler 2005 für RWE auf dem Platz. Doch aufgrund des Solidaritätsmechanismus der FIFA wird der Viertligist trotzdem an einem Wechsel Özils zu Arsenal London mitverdienen. Bei der kolportierten Ablöse von 50 Millionen Euro könnte der Transfer etwa 800.000 Euro in die Kassen von RWE spülen. Gleiches gilt für Schalke 04.

Es handelt sich dabei um eine Entschädigung für Vereine, die an der Ausbildung eines Spielers beteiligt waren. Im Reglement der FIFA heißt es dazu: "Wird ein Spieler vor Ablauf seines Vertrags transferiert, erhalten alle Vereine, die zu seinem Training und seiner Ausbildung beigetragen haben, einen Teil der Entschädigung [...]" Entschädigungberechtigt sind Vereine, bei denen ein Spieler zwischen dem 12. und 23. Geburtstag gespielt hat.

Fünf Prozent der Ablösesumme

Insgesamt fünf Prozent der gesamten Transfersumme fließen dann in den Topf für den Solidaritätsmechanismus. Hat Arsenal London tatasächlich 50 Millionen Euro Ablöse für Özil gezahlt, bekämen jene Vereine, die ihn ausgebildet haben, insgesamt 2,5 Millionen Euro. Ein Schlüssel regelt, wie hoch die Entschädigung ausfällt. RWE bekäme demnach 30 Prozent, ebenso wie Schalke 04. Die restlichen 40 Prozent stünden zu gleichen Teilen Werder Bremen und Real Madrid zu.

"Wir gehen davon aus, dass Rot-Weiss Essen dieses Geld zusteht", sagt RWE-Chef Michael Welling. Allerdings dürfte es ein wenig dauern, bis der Regionalligist auf das Özil-Geld zugreifen kann. Der Grund ist ein Rechtsstreit zwischen RWE und dem Insolvenzverwalter der Firma des ehemaligen RWE-Vorsitzenden Stefan Meutsch.

Aktuell läuft zwischen den Parteien noch ein Rechtsstreit um die "Özil-Euros" aus dem Transfer zu Real Madrid. In erster Instanz entschieden die Richter zugunsten von Rot-Weiss Essen. "Bis das Verfahren abgeschlossen ist, lagern wir das Geld auf einem Treuhandkonto", sagt Welling.

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