Fußball-Niederrheinpokal

RWE müht sich zum 1:0-Erfolg bei Bezirksligist Mennrath

Trainer von Rot-Weiss Essen: Karsten Neitzel.

Trainer von Rot-Weiss Essen: Karsten Neitzel.

Foto: Michael Gohl / FUNKE Foto Services

Essen.  Zwei Essener Vereine kämpften am Mittwoch um den Einzug in die zweite Pokalrunde. Rot-Weiss Essen siegte knapp, Katernberg scheiterte klar.

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Victoria Mennrath – Rot-Weiss Essen 0:1 (0:0). Der Dauer-Finalist mühte sich zum knappsten aller Erfolge am Niederrhein. RWE-Coach Karsten Neitzel hatte nicht nur den angeschlagenen Abwehrchef Philipp Zeiger und Torhüter Lukas Raeder geschont, zum Anpfiff fanden sich auch Kevin Grund, Daniel Heber und Marcel Platzek auf der Ersatzbank wieder. Das Spiel in der ersten Hälfte lief erstaunlich ausgeglichen, beide Mannschaften hatten jeweils eine Chance zur Führung, bei RWE vergab Kai Pröger im Duell mit Torhüter David Platen.

Nach dem Wechsel verlagerte sich das Geschehen immer mehr in die Hälfte der Gastgeber. Und nach 53 Minuten hatten die Essener endlich Erfolg: Auf der linken Seite war Lukas Scepanik bis zur Grundlinie durchgegangen, seine präzise Flanke nickte in der Mitte Enzo Wirtz mustergültig ein: 1:0.

Wer glaubte, die Partie würde sich nun zum Selbstläufer entwickeln, der sah sich getäuscht. Der Bezirksligist gab seine Defensivhaltung nicht auf, verteidigte mit allen Mitteln, manchmal auch mit beinharten Aktionen: Florian Bichler und Kai Pröger mussten bei den unfairen Aktionen am meisten einstecken. Der erlösende zweite Tor wollte nicht fallen. Pröger (73.), der eingewechselte Grund (75.) vergaben zwei Möglichkeiten, und als Boris Tomiak (83.) abstauben konnte, wurde der Treffer wegen Abseits nicht anerkannt. Am Ende musste RWE sogar zittern, als ein Freistoß durch die Mauer ging, aber Heller auf der Hut war. „Wir haben es versäumt, in der zweiten Halbzeit frühzeitig den Deckel drauzumachen. Das Wichtigste ist, dass wir keine Verletzten haben“, meinte Sportdirektor Jürgen Lucas nach Spielschluss erleichtert.

Tor: 0:1 Wirtz (53.)

DJK SF Katernberg – Rot-Weiß Oberhausen 0:6 (0:2). Das Spiel des Jahres für Katernberg wurde erst zum Ende zu einer deutlichen Angelegenheit: 0:6 verlor der A-Kreisligist nach einer couragierten ersten Halbzeit im Verbandspokal gegen Titelverteidiger Oberhausen. „Mit den ersten 60 Minuten war ich richtig zufrieden. Wir waren nickelig und haben die Räume eng gemacht. Mit etwas Glück gehen wir mit 0:0 in die Halbzeit“, sagte Trainer Sascha Fischer.

Katernberg stand defensiv kompakt, vier Abwehrspieler und drei defensive Mittelfeldspieler verdichteten das Zentrum. RWO wurde so auf die Seiten gedrängt und zu wirkungslosen Flanken gezwungen. Ohne Spielmacher Patrick Bauder fehlten bei den Gästen die Ideen. Erst eine Standardsituation knackte den Katernberger Riegel: Torwart Steffen Nass konnte einen abgefälschten Freistoß nicht kontrollieren, Ahmed-Malik Uzun staubte für RWO zur Führung ab (25.). Unglücklich auch das 0:2, der Fernschuss von Raphael Steinmetz schlug platziert, aber nicht wuchtig im linken Eck ein (34.).

Tarik Kurt per Dreierpack zum 6:0

Nach der Pause versuchte RWO vor offiziell 500 Zuschauern das Tempo zu erhöhen. Aber erst mit nachlassenden Kräften auf Katernberger Seite wurden die Räume größer. Uzun nutzte diese zum 3:0, Tarik Kurt erhöhte per Dreierpack auf 6:0. „Wir sind trotzdem zufrieden. Vorne haben wir Nadelstiche gesetzt, es fehlte aber immer ein Schritt“, sagte Fischer.

Tore: 0:1 Uzun (25.), 0:2 Steinmetz (34.), 0:3 Uzun (61.), 0:4/0:5/06 Kurt (74./76./84.)

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